DiBiSo

DiBiSo-Team = Diddi (Fahrer/Läufer) und Birgit (Betreuerin) Sonntag
Powerd by BikePoint Dresden + Stevens-Bikes + Renault-Friedewald Dresden

An dieser Stelle möchte ich darüber schreiben was meinen Sport für mich aus macht. Ihr findet aktuelle Rennberichte und noch so einiges was es zum Thema zu berichten gibt. Seit 2005 betreibe ich Radsport mit dem Mountainbike und nehme an diversen Rennen teil. Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg sind meine Reviere. Dafür trainiere ich neben meinem Job intensiv, seit 2010 mit meinem Personalcoach Harald Harnisch. Das hat mich ein gutes Stück voran gebracht. Im Rennen und im Training verwende ich Bikes von Stevens aus Hamburg. Die Jungs vom BikePoint Dresden machen einen super Support und helfen mir bei der Lösung von Problemen der technischen Seite des Sports. Natürlich funktioniert alles, Familie, Arbeit, Training und Wettkampf nur mit einer verständnisvollen Partnerin - Birgit - Teil zwei unseres kleinen Teams. Sie ist meine unverzichtbare rechte Hand, sie hält mir den Rücken frei und ist eine zuverlässige Hilfe bei den Rennen. Gute Gesamtplatzierungen und den einen oder anderen Podestplatz in der Altersklasse sind meine Ziele. Es macht Spaß, auch im sechsten Lebensjahrzehnt. Sport Frei !

Sonntag, 13. Mai 2012

"Großer Gnupreis" Limbach-Oberfrohna 12.05.2012

Crossduathlon


Rad und Lauf diesmal vereint in einem Wettkampf, neue Spielregeln,  z.T. neues Equipment und große Lust so etwas mal auszuprobieren. Am Samstag 12.05.2012 war es in Limbach-Oberfrohna nun soweit. 14.30 Uhr war Start und es galt zunächst 5 km zu laufen, dann 20 km Rad zu fahren und noch mal 2,5 km zu laufen. Da es sich dabei um einen Crossduathlon handelt fand alles im Gelände, abseits der Straße statt.

Es hat Spaß gemacht und am Ende stand ein für mich sehr guter 16. Gesamtplatz und ein Platz 1 in der Altersklasse in der Ergebnisliste.

Der ausführliche Bericht dazu wird in Kürze folgen.

Sport Frei - Diddi

Dienstag, 8. Mai 2012

Sport als Therapie ?

7.Halden Bike Marathon Löbichau - 15.Lauf in den Frühling Freital 

Sonora stand nun seit Mittwoch im Racedress zur Verfügung. Nach diversen Vorabsprachen und Testfahrten wurden gegenüber dem Serienstand geändert; die Laufradsätze (American Classic Felgen + Hope Naben), die Reifen (jetzt 2,25 Racing Ralph, tubeless), der Lenker (jetzt gerade), der Sattel (mein eingesessener Spezi), Vorbau (jetzt negativ), die Vorderfronthöhe (Spacer weg, Gabelschaft gekürzt), die Griffe (jetzt mit Barends), die Schaltung (von 3 auf 2 fach mit 40/28 und 11-36), Züge und Bremsleitungen gekürzt. Schon nach den ersten Test war klar, das neue Stevens ist schnell, nach den letzten Änderungen paßt mir die Geometrie jetzt perfekt und Sonora ist sauschnell. Das konnte ich zumindest an besagtem Mittwoch schon mal voll geniesen. Am Donnerstag sollte ebenfalls noch mal ein Test anstehen, diesen mußte ich auf Grund körperlicher Probleme jedoch abbrechen. Die letzten 2 km nach Hause schaffte ich nur mit Mühe und Not, die Kraft war restlos verschwunden, dazu kamen heftige Bauchkrämpfe. Das gibts jetzt nicht, waren meine Gedanken, heiß und kalt im Kopf. Zu Hause angekommen öffneten sich abwechselnd alle Tore des Verdauungssystems, dazu möchte ich nicht weiter ins Detail gehen. Jeder kennt das. Die Nacht war gelaufen und am Freitag hieß es nun, morgen Wettkampf ?? Als ich am Freitag morgen im Autohaus war, erzählte jeder der kam die gleiche bzw. ähnliche Geschichte. Gibts denn so was. Zur Rekonstruktion, am Mittwoch gab ein Kollege Hackepetra und Käse zum Geburtstag aus. Am Donnerstag Mittag gingen die ersten beiden Kollegen, mit den gleichen Symtomen, vorzeitig nach Hause, einer zum Arzt. Der rief dann Freitag an um mitzuteilen, daß er Lebensmittelvergiftung habe. Ja, nicht nur er hatte das, alle Kollegen hatte es erwischt. Der Einzige der nichts hatte war der, der das Essen ausgegeben hatte. Aber er hatte nun dadurch die größten Probleme, denn in unserer Werkstatt gab es nun nur noch zwei Kollegen und er als Werkstattleiter mußte nun sehen wie nichts mehr ging.
Für mich persönlich brach auch eine kleine Welt zusammen, endlich sollte Sonora die Sporen bekommen und ich fühlte mich wie Hefe. Der Tag vor dem Wettkampf dient ja im Normalfall zum reichlichen auffüllen der KH Speicher, an Essen war aber nicht zu denken. Zwieback und Kamillentee. Am Abend hatte sich das Innerliche wieder etwas stabilisiert und ich zwang mir eine großen Teller Nudeln rein, ging auch. Da der Start in Löbichau am Samstag erst um 12.20 Uhr sein sollte, konnte ich meine Entscheidung, ob ich fahre oder nicht, auf den Morgen verschieben. Ich entschied mich, nach fast normalem Frühstück, die Reise anzutreten. Bis ins Altenburger Land, nahe Gera, sind es nur 1,5 Autobahnstunden. Zu Hause bei Sonnenschein losgefahren und in Löbichau bei trübem, aber noch trockenen Wetter angekommen. Die Wetterprognosen versprachen ab Mittag Regen, die Temperaturen waren gut und kein Wind, also für den Moment optimal. Nach dem üblichen Anmelden und dem Begrüßen von bekannten Leuten, viele Grüße an Nadine und Norman, ging es zum erwärmen. Körperlich fühlte ich mich dabei recht gut. 12.20 Uhr ging unsere 54 km Runde ab. Zur Auswahl standen noch 31 km und 102 km. Die Einführungsrunde begann wie üblich unter Topspeed. Und mit dem ersten ansteigen des Pulses über 150 gingen meine Magenprobleme los. Alles bisher gegessene und getrunkene versuchte wieder das Tageslicht zu erobern, ich hielt dagegen, nicht jetzt ! Und das zog sich so das gesamte Rennen durch, ich blieb Sieger. Ein Gel und eine halbe Flasche Iso war alles was ich zusätzlich zuführen konnte. Erstaunlicherweise hatten diese Probleme keinen Einfluß auf meine Kraftentfaltung. Und schließlich war Sonora unter mir, die hauchte mir soviel Lebenselexier ein, daß ich das Rennen auf Gesamtplatz 26 und auf Platz 3 der AK Wertung (ab 45 Jahre=Senior) beenden konnte. Das neue Rad begeisterte in allen Belangen, es ging erwartungsgemäß auf den geraden Abschnitten wie von der Tarantel gestochen, aber auch die Singletrailabschnitte gingen sehr flüssig und das mein 29er nicht wendig ist, kann ich absolut nicht sagen. Es ist in steilen Abfahrten viel sicherer zu beherrschen, deshalb auch da schneller. Durch meine Schaltungsabstufungen bin ich noch nie in einem Rennen so viel auf dem "großen" Kettenblatt gefahren, gefühlt viel schneller als bisher, ohne jedoch mehr Kraft zu investieren.
Ca. 20 Minuten nach meinem Zieleinlauf begann es wie aus Kübeln zu schütten, die armen Teufel, die 100 km gefahren sind. Schade das es nur eine Gesamtsiegerehrung männlich/weiblich gab, für die Trophäensammlung und für`s eigene Ego gab es nicht mal die Möglichkeit eines Urkundenausdruckes, ich glaube da besteht auf alle Fälle Handlungsbedarf, zumal es im Vorjahr schon mal so etwas gab. Einen weiteren Kritikpunkt möchte ich noch los werden. Waren in der ersten Runde noch überall Streckenposten da, hatten sich in der zweiten Runde schon einige verdünnisiert. Sonst gut organisiert, selbst die Polizei war im Boot und sicherte die meisten Straßenquerungen. 
Zufrieden trat ich die Heimreise, im zum Teil, strömenden Regen an. Das anschließende Abrüsten hielt sich auf Grund des guten Rennwetters in Grenzen.

Der Sonntagmorgen zeigte sich von einer herbstlichen Seite 6°C, Nieselregen und Nebel, klares Zeichen, gab es doch an diesem Tag den "Lauf in den Frühling" in Freital. 11.00 Uhr sollte der Start, der für mich in Frage kommenden Strecke von 10 km, sein. Da ich mich nicht vorangemeldet hatte und nicht auf dem letzten Drücker da sein wollte, war ich 9.30 Uhr schon dort und das war auch gut so, ich konnte mich ohne langes warten anmelden. Eine halbe Stunde später standen da Massen. Noch ein wenig relaxen und schauen was die anderen so trieben in der Vorbereitungszeit, zum Teil schöne Studien ;-)
20 Minuten vor dem Start begann meine Erwärmung und auf Grund des Wetters trieben das die Anderen auch kurz bis vor den Start. Nun füllte sich der Startkorridor rasch, ich stand relativ mittig. Pünktlich gab Freitals OB den Startschuß und das Feld setzte sich in Bewegung, anfangs noch zäh, gings es aber alsbald flott zur Sache. Ich war erstaunlich gut drauf, vom vergangenen Tag merkte ich noch nichts, der Magen ging auch. Ich konnte gleich erstaunlich viele Leute überholen, dabei wurde ich unsicher, ich dachte nur nicht überziehen, aber Puls, Atmung und Kraft im grünen Bereich und so zog ich weiter durch. Dadurch steigt natürlich auch die Motivation, besser man überholt, als man wird überholt. Wie beim radfahren. Irgendwann war es dann vorbei mit der Überholerei und ich reihte mich ein. Mal ein Grüppchen hier, mal eines da. Die Strecke führte durch den Rabenauer Grund, sehr schön zu laufen. In Rabenau war Wendepunkt, so gab es jetzt Gegenverkehr. Da sich aber bis dahin das Feld schön auseinandergezogen hatte, war das kein Problem. Man konnte nun in die angestrengten Gesichter schauen und interessant sind auch die verschiedenen Laufstile. Ca. 2 km vor dem Ende kam es mir vor, als ob jetzt die "Flasche leer" ist. Ich wurde von einigen Läufern überholt und konnte nichts mehr zusetzen. Ich merkte nun doch die Belastung des Vortages. Zu Hause am Computer konnte ich dann später allerdings sehen, dass meine Pace eine fast waagerechte Linie war und konstant von Anfang bis Ende gleich war. Ich wurde also nicht langsamer, sondern die mich überholten wurden schneller. Im Ziel stand die Zeit auf 0:43:43 h. Eine persönliche Bestzeit über diese Strecke, obwohl ich zugeben muß, dass mein Garmin nur eine Strecke von 9,73 km gemessen hat und ich auch von anderen erfuhr, es waren nicht genau 10 km. Aber egal, unter allen vorangegangenen Umständen doch recht gut. Gesamtplatz 97 von 303 und in der AK 11 von 25.

Das Fazit, Sport als Therapie ist nicht hilfreich bei Problemen des Verdauungssystems.

Sport Frei - Diddi

PS: Das Fototeam war bei beiden Veranstaltungen nicht mit dabei, deshalb nur Text.

Sonntag, 6. Mai 2012

Erfolgreiches Wochenende

Wieder aufgerappelt !

Nach Lebensmittelvergiftung und daraus folgender Ungewissheit sollte ein sportliches Wochenende folgen.



Am Samstag der "Halden Bike Marathon" im Altenburger Land. Meine Sonora (mein neues Rad) hat mir Leben eingehaucht. Über 54 km in 1:58 h dritter Platz in der AK ab 45 Jahre. I.L.D. Sonora ! Wie geil war das denn, 29" !!! Mir ging es nicht so gut.                                                                                                                                                                                   
Der "Lauf in den Frühling" in Freital, wäre auch als Herbstcross durchgegangen. Das zurückgekehrte Leben verlangte 10 km zu laufen. Ging sehr gut und mit 0:43:43 h erreichte ich auch eine neue persönliche Bestzeit über diese Strecke.












Schon erstaunlich was der angeschlagene Körper noch so leisten kann.
Die ganze Story demnächst.

Sport Frei - Diddi


Montag, 23. April 2012

Neues Material ist am Start

Sonora

Was findet man unter Sonora, eine Wüste in Amerika und einen mexikanischen Bundesstaat. Nun hat beides nicht direkt mit dem Rad fahren zu tun und darum soll es ja eigentlich in meinem Blog gehen. Nein Sonora soll meine neue Geliebte werden. Darüber kann ich hier öffentlich schreiben, ohne von meiner Betreuerin eins auf die Mütze zu bekommen, denn Sonora ist kein Lebewesen sondern ein Gegenstand. Mit vollständigem Vor- und Zunamen heißt die Begehrenswerte "Stevens Sonora SL". Wie heiß die Liebe wird, wird sich in Zukunft herausstellen. Die Voraussetzungen sind aber auf alle Fälle schon einmal gegeben, ein geiles Fahrwerk ( 29"), kein Speck auf den Hüften ( 9,3 kg ) und Obenrum auch alles von bester Zutat. Eine Optik die mir auf Anhieb gefallen hat und mit der man sich überall präsentieren kann . Auf den ersten Blick also eine Traumfrau, äh Traumrad natürlich. Den Charakter gilt es in Zukunft zu erforschen und meinen Vorlieben nach zu gestalten. Ein paar Änderungswünsche wurden vorab besprochen und auch in die Tat umgesetzt. Nach einem ersten persönlichen beschnuppern traten weitere Änderungswünsche zu Tage und die Detailverbesserungen werden mir jetzt mein Schätzchen noch lieber werden lassen. Und was die Hauptsache ist, Sonora ist sauschnell.

Danke an die BikePoint Crew und an die Marke Stevens aus Hamburg




Sonora ist also eine " Sie", eine Lady. Ich werde sie prügeln (über die Strecken), dass will sie, aber ich werde sie auch sehr gut pflegen, dass hat sie sich dann verdient. Ich hoffe meine Liebe wird erwiedert und Sonora lässt mich nicht fallen oder ist eine Zigge. In diesem Sinne...

Sport Frei - Diddi


Sonntag, 15. April 2012

Kyffhäuser MTB-Bergrennen 14.04.2012 Bad Frankenhausen

Das ging (gerade noch mal) gut

Unsere Reise führte uns diesmal durch drei Bundesländer, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nach Bad Frankenhausen zu Füßen des kleinsten Mittelgebirges in Deutschland. Von weitem grüßte schon das Kyffhäuserdenkmal im morgendlichen Hochnebel.


Bei diesem Event handelt es sich um eine kombinierte Lauf- und Mountainbikeveranstaltung. Es gibt die üblichen Laufdistancen und es gab, neu ab diesem Jahr, zwei Radstrecken mit 21 km oder 64 km Länge. Bisher gab es nur eine Radstrecke mit 42 km. Diese bin ich vor zwei Jahren gefahren und konnte damals den 2. Platz in meiner Altersklasse erkämpfen. Dieses Jahr gab es für mich die 64 km. 21 km ist aber auch eine ganz gute Distance, so können Leute die neu einsteigen oder vielleicht nicht so viel trainieren auch mal Rennluft schnuppern. Jeder der ein wenig Ambitionen hat, sollte das mal ausprobieren.
Unser Rennstart war um 12.30 Uhr und so konnte die Anfahrt wiederum sehr kraftstoffsparend absolviert werden. Wir waren gegen 10.30 Uhr in Bad Frankenhausen und es war schon ein ganz schönes Gewuhsel, denn die Läufer waren in ihren Diziplinen schon seit 8.00 Uhr unterwegs.



Wir waren auch deshalb schon bei Zeiten angereist, weil auch zu befürchten war, daß durch die Größe der Veranstaltung und die morgendlichen Laufwettbewerbe, es sicher mit Parkplätzen eng werden konnte. Der Startbereich ist genau im Stadtzentrum am Schloß. Und natürlich waren alle Parkplätze, welche als solche gekennzeichnet waren, auch schon restlos belegt. So galt es in irgendeiner Seitenstraße eine Lücke zu finden.


An der Anmeldung war noch wenig Gedränge und so konnte ich entspannt die Startunterlagen abholen. Wie bei den größeren Veranstaltungen üblich gibt es da auch noch immer ein paar Verkaufsstände. An einem dieser Stände agierte der zweimalige Olympiasieger im Marathon und durch den unvergessenen Kommentar des damaligen DDR Sportreporters Heinz Florian Oertel bekannte; Waldemar Cierpinski. Ein sehr netter Sportfreund, Autogramm und Foto für mich und für ihn selbstverstänlich.


Ein wenig Zeit nutzten wir noch zu einem kurzen Stadtbummel und selbst seit unserem letzten Besuch vor zwei Jahren hat sich vieles verändert, sehr schön. Nun galt es aber langsam an das Radfahren zu denken. Mein Stevens SMC Flight stand nun neu bereift und ausgiebig in der vergangenen Woche getestet, bereit um nun bei diesem Event die vielleicht letzten Rennkilometer zu sammeln. Die neuen Reifen hielten die ganze Woche unter allen Bedingungen dicht, einen Ausfall wegen eines Reifenproblemes, wie letztens, wollte ich auf keinen Fall riskieren, zumindest das was man selbst dafür tun kann. Ausschließen kann man es ja nie gänzlich.


Die Uhr rückte auf 12.00 Uhr und die Startaufstellung begann sich zu füllen. Ein für mich guter Startplatz war gegeben. Nach dem Start geht es zunächst eine recht schmale Straße entlang, bis man auf die Hauptstraße kommt. Also nicht so weit hinten stehen. Das Wetter meinte es sehr gut mit uns, es hätte zwar noch etwas wärmer sein können, aber es schien die Sonne und so kühlte man in der Startaufstellung nicht allzusehr aus.



Wo bin ich - unweit der Dixis





























Pünktlich um 12.30 Uhr fiel der Startschuß und über 350 Leute setzten sich in Bewegung. Irgendwie kam ich nicht so besonders gut weg und verlor ein paar Positionen, aber das ging nur bis zur Hauptstraße, da war dann genug Platz und ich konnte wieder aufschließen. Kette rechts und alles was geht. Die ersten Kilometer geht es über die Straße und es gilt so viel als möglich Windschatten zu erhaschen. Das funktionierte wieder gut und das Feld zog sich zwar auseinander, aber blieb zusammen. Dann kam ein touristisches Highlight, die Barbarossahöhle, wir hatten es eilig und mußten diese rechts liegen lassen. Die Strecke war in einem super Zustand, am Donnertstag hatte es dort das letzte mal geregnet, so war es nicht mehr schlammnaß, aber auch nicht staubtrocken. In den Ortsdurchfahrten gab es Asphalt, ansonsten sehr schöne Singletrails, Wald- und Feldwege. Am Ende standen bei mir 1230 Höhenmeter zu buche und es war immer volle Konzentration gefordert, alles sehr kurvenreich, schnelle Abfahrten auf Schotter und Abfahrten, welche sehr steinig, ausgewaschen und zum Teil recht ruppig waren. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 25 km/h, doch recht hoch, wenn man sieht wie viele Höhenmeter doch dabei waren. Man war ständig am arbeiten und mußte auch aufpassen wenn man mal zur Trinkflasche greift. Die Strecke war gut ausgeschildert, wenn auch manchmal ein wenig verwirrend. Das lag aber daran, daß Teile der Strecke auch von den Läufern genutzt wurde. Eine Sorge hatte ich noch, es gab eine Abzweigung auf ein Teilstück, da mußten wir 64 km Leute rechts abbiegen, geradeaus fährt man dann beim zweiten Durchlauf Richtung Bad Frankenhausen ins Ziel. Eibenstock läßt grüßen (Insider wissen was ich meine). Auf die Stelle war zuvor schon ausgiebig bei Facebook hingewiesen worden. Das zusätzliche Problem, wir stießen zuvor auf die 21 km Fahrer und die mussten an besagter Stelle geradeaus fahren. Das Facebookbild hatte sich bei mir eingebrannt und die Streckenposten brüllten rechts oder gerade, je nach Farbe Startnummer.


Ich war mir sicher an dieser Stelle rechts abzubiegen, dumm nur das 25 Meter vor der eigentlichen Abzweigung auch noch ein Weg (Asphalt) rechts abgeht. Vor und hinter mir fuhren da natürlich einige rein. Dank an die Streckenposten, die uns lautstark auf unser Versehen aufmerksam machten. Liebe Freunde vom Kyffhäuser, diesen Weg müßt ihr eindeutiger absperren. Das ist aber auch wirklich das Einzige was ich kritisieren möchte, alles andere war Klasse organisiert. Die Verpflegungsstellen waren reichlich vorhanden, zum angebotenen Sortiment kann ich mich nicht äußern, ich habe an keiner angehalten. Die zweite kleinere Schleife ging dann nochmal zum Teil über die bereits vorher gefahrene Strecke. An der zuvor erwähnten Weggablung galt es nun geradeaus zu fahren. Das war ja einfach. Kurz bevor man Bad Frankenhausen erreicht, gab es noch mal eine Abfahrt die Mensch und Material alles abverlangte, armes Rad. Man prügelt auch nicht gerade sehr langsam bergab, Absätze, Steine, Schotter. An dieser Abfahrt habe ich mir einen schleichenden Plattfuß oder was auch immer geholt. Jedenfalls war der vordere Reifen fast erschöpft, dank schlauchlos aber immer noch mit Restluft. So richtig habe ich das aber erst in der Rechtskurve in der Stadt mitbekommen. Immer noch mit viel Schwung tauchte plötzlich das Vorderrad unter mir weg. Ich hatte alle Hände voll zu tun, den Asphaltkontakt zu vermeiden. Bloß gut das genügend Platz war. Ein dort stehender Streckenposten sagte "Hier lang, hier lang". Er hatte sicher nicht mitbekommen was der Grund für mein rumeiern war. Sah bestimmt spektakulär aus, hätte auch gut gepaßt, gerade dort standen ein Haufen Zuschauer. Geräuschkulisse war, wie wenn einer mit dem Auto auf zwei Rädern um die Kurve driftet. Ca. 300 Meter waren es noch bis ins Ziel und die konnte ich auch weiter fahren.


Nach der Zieldurchfahrt wurde mir erst so richtig klar, was ich gerade für Massel hatte, zum einen nicht gestürtzt zu sein und zum anderen überhaupt angekommen zu sein.


Nach dem letzten Rennausfall wegen eben dem selben Grund, macht man sich schon Gedanken. Der Reifen hatte noch 0,8 anstatt der von mir sonst gefahren 2,0 bar Druck. Auch über Nacht noch. Am Reifen gibt es keine Beschädigung, auch hält die Luft wieder den korrekten Wert. Ich kann es mir nur so erklären, irgendwo in der harten Abfahrt muß es ein Ereignis gegeben haben, wo die Luft entwichen ist.
Ist schon ein wenig ein ungutes Gefühl, aber bis zum nächsten Einsatz ist das neue Rad bestimmt auch da. Die Zeitmessung erfolgte via Bib Chip der Fa. Hucke Timing. Sofort nach Zieldurchfahrt kann man seine Teilnehmerurkunde ausdrucken lassen.

 


Ich war sehr erfreut über mein Ergebnis, Platz 2 in meiner AK.

Auf den 1. Platz fehlten mir nur zwei Minuten, aber selbst ohne den Luftverlust wäre die Lücke nicht zu schließen gewesen. Gesamtplatz 82 erfüllt auch mein Ziel, gut im ersten Drittel notiert zu sein.
Ein letztendlich gelungener Samstag, vielen Dank an alle die dieses Event so gut vorbereitet und durchgeführt haben. Sehr gut empfand ich die reichlichen Informationen die es über Facebook gab. Ich glaube die Startzeit nach dem Mittag geht auch in Ordnung, da es Samstag ist und man zwar recht spät wieder zu Hause, bleibt ja nach diesem Tag noch ein freier Tag.
Diesmal gab es ein gutes Verhältnis der gefahrenen Zeiten, 2,5 Stunden Anreise, 2,5 Stunden Rennen und 2,5 Stunden Heimfahrt.

Sport Frei - Diddi

Veranstalterhompage
Ergebnisse

Samstag, 17. März 2012

MTB Possenlauf am 17.03.2012 in Sondershausen

Geiz ist NICHT geil und wird bestraft

Das war der Traum...


... und das war die Realität


Aber der Reihe nach. Normalerweise sollte mein neues Rad im Februar im BikePoint stehen, aber es muß noch etwas bei STEVENS reifen und so ist der neue Liefertermin nun der April. Also galt es das bewährte Material für die ersten Rennen fit zu machen. So weit ist auch alles gut, nur die Reifen hatten im letzten Jahr ganz schön gelitten. An den Seitenwänden gab es schon ganz schöne Stellen, an denen sich das Gewebe zeigte. Ich wechselte den hinteren und ließ den vorderen, machte ihn nur wieder mit frischer Dichtmilch fit. Ich haderte mit mir, vorne auch neu kaufen oder lassen, entschied mich aber am Ende gegen die Investition. Naja vorne wird schon gehen, ist ja nicht so viel Last drauf, dachte ich mir. Und an dieser Stelle kommt jetzt der Geiz zum Einsatz, muß ja nicht sein-neues Rad kommt ja bald. Beim Test im Training hat auch alles anstandslos funktioniert.
Um zum Possenlauf zu kommen, mußten wir einen Anreiseweg von 260 km in Anspruch nehmen, aber es ist die erste Veranstaltung in der Umgebung. Lange genug mußte ich das Rennfieber unterdrücken und nun sollte es endlich wieder los gehen. Zumal ich ja am Possen auch noch eine Rechnung offen hatte, im letzten Jahr hatte ich Probleme mit einem defekten Ritzelblock und so sollte dieses Jahr alles gut werden.
War das ein genialer Tag, solches Wetter und in der Woche auch immer trocken. Zum ersten mal kurz/kurz in diesem Jahr und dann auch gleich noch bei einem Rennen. Alle Leute waren gut gelaunt. Durch eine zeitige Abfahrt zu Hause (5.30 Uhr) konnten wir kraftstoffsparend anreisen und vor Ort alles in Ruhe angehen lassen. Um 10.00 Uhr sollte der Start sein und das Organisationsbüro hatte alle Hände voll zu tun. Bei der Veranstaltung werden auch diverse Läufe angeboten und durch das Wetter gab es natürlich jede Menge zusätzliche Anmeldungen. Ich hatte mich vorangemeldet und so ging dieser Akt für mich ruckzuck.
Die Distance war 46 km, in zwei Runden a`23 km zu fahren. Zeitiges erscheinen sichert wie immer einen guten Startplatz.



Pünklich 10.00 Uhr fiel der Startschuß und ab ging es, wie üblich, volle Power. Ich konnte meine guten Startplatz verteitigen, daß Feld blieb recht lang zusammen, zumindest das was vor mir statt fand. Nach ca. 1,5 km riß eine Lücke. Die Kollegen vor mir machten wenig, um das zu verhindern. An der ersten wirklich einfachen Steigung mußten dann auch wieder die Ersten dem hohen Anfangstempo tribut zollen und so konnte ich mit noch ca. 5 Fahrern die Lücke wieder zu fahren. O.k., die Elitefahrer ganz vorn waren weg, aber ich war sehr gut platziert. Ich konnte gut fahren, Kraft und Kondition im ganz grünen Bereich. Das Rad funktionierte super. Ich bin durch keine einzige Pfütze oder Schlammkuhle gefahren. Idealste Bedingungen. In munterem bergauf und bergab ging es über Waldwege und Singletrails. Ich kann mich gar nicht erinnern, ob es überhaupt einmal über Asphalt ging. Als es dann wieder einen Singletrail abwärts ging, hatte ich ein schwammiges Gefühl, ich dachte zunächst meine Federgabel macht schlapp. Dann ging es ein kurzes Stück über recht groben Schotter, um  wieder in einen Trail abzubiegen. Am Ende sollte es dann scharf links abgehen und es galt die Energie mit der Bremse zu vernichten. Eigentlich fahrtechnisch keine große Herausforderung. Beim Bremsen hatte ich das Gefühl der Reifen oder die Federgabel haben ihren Dienst quittiert und wie ich`s so dachte ging ich auch schon zu Boden. Ein Abgang der gut gereicht hätte für "Upps die Pannenschow". Als ich die Orientierung wieder gefunden hatte und alles am Körper dran war, kam zufällig ein Sani mit dem Quad gefahren. Er hielt an und erkundigte sich nach mir. Nun weiß ich, daß nach solchen Aktionen das Adrenalin mitunter Verletzungen ausblenden kann, aber es gab wirklich nichts was die Hilfe des Sanis in Anspruch hätte nehmen können. Und so gab ich ihm ein Zeichen zur Weiterfahrt. Es gab nur Abschürfungen am Hintern, den Ellenbogen, den Knien, eine leichte Zerrung im Oberschenkel und im Genick und eine leicht geprellte Schulter, aber die Haupsache war in Ordnung, das Rad ! Also drauf und weiter. Denkste ! Der vordere Reifen hatte sich verabschiedet. Nicht die Federgabel war das Problem. So gab es auch eine Erklärung für die schwammige Fahrweise, ein zunächst schleichender Plattfuß. Die Dichtmilch ergoß sich über Reifen und Felge. Nun sollte die mitgeführte Minipumpe Rettung bringen, aber das war ein Trugschluß. Wenn man da so steht, hat man das Gefühl tausend Leute fahren wieder an einem vorbei. Also Ende. Das hätte ich mir ersparen können, mein Frust konzentrierte sich auf mich selbst. 6 km Fußweg bis zum Zielplatz.



Trotz aller Enttäuschung hatte ich doch die Gewissheit bis zum Ausfall sehr ordentlich im Rennen unterwegs gewesen zu sein. Im dritten Jahr fahre ich jetzt schlauchlos und hatte noch nie mit einem Plattfuß aufgeben müssen. Ich werde noch genau schauen, wo die Luft aus dem Reifen das Weite suchte.

Schade um eine verlorene gute Platzierung, aber dafür habe ich vielleicht meinen diesjähirgen Ausfall schon hinter mir. Mein zweiter Gedanke war, so gabs nun heute kein Ergebnis könnte man eigentlich am Sonntag den Citylauf in Dresden mit laufen. Aber die Betreuerin meldete Protest an, es sind gemeinsame Freizeitaktivitäten geplant.


Nach dem Abmelden bei der Zeitnahme und einem kleinen Imbiß traten wir die Heimreise an, wieder 260 km. Man nimmt schon ganz schöne Wege in Kauf für so wenig Spaß. Abgehakt und nach vorne geschaut, in einem Monat sind wir wieder hier ganz in der Nähe, im Kyffhäusergebirge zum MTB Kyffhäuserberglauf.


Sport Frei - Diddi