DiBiSo

DiBiSo-Team = Diddi (Fahrer/Läufer) und Birgit (Betreuerin) Sonntag
Powerd by BikePoint Dresden + Stevens-Bikes + Renault-Friedewald Dresden

An dieser Stelle möchte ich darüber schreiben was meinen Sport für mich aus macht. Ihr findet aktuelle Rennberichte und noch so einiges was es zum Thema zu berichten gibt. Seit 2005 betreibe ich Radsport mit dem Mountainbike und nehme an diversen Rennen teil. Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg sind meine Reviere. Dafür trainiere ich neben meinem Job intensiv, seit 2010 mit meinem Personalcoach Harald Harnisch. Das hat mich ein gutes Stück voran gebracht. Im Rennen und im Training verwende ich Bikes von Stevens aus Hamburg. Die Jungs vom BikePoint Dresden machen einen super Support und helfen mir bei der Lösung von Problemen der technischen Seite des Sports. Natürlich funktioniert alles, Familie, Arbeit, Training und Wettkampf nur mit einer verständnisvollen Partnerin - Birgit - Teil zwei unseres kleinen Teams. Sie ist meine unverzichtbare rechte Hand, sie hält mir den Rücken frei und ist eine zuverlässige Hilfe bei den Rennen. Gute Gesamtplatzierungen und den einen oder anderen Podestplatz in der Altersklasse sind meine Ziele. Es macht Spaß, auch im sechsten Lebensjahrzehnt. Sport Frei !

Montag, 23. April 2012

Neues Material ist am Start

Sonora

Was findet man unter Sonora, eine Wüste in Amerika und einen mexikanischen Bundesstaat. Nun hat beides nicht direkt mit dem Rad fahren zu tun und darum soll es ja eigentlich in meinem Blog gehen. Nein Sonora soll meine neue Geliebte werden. Darüber kann ich hier öffentlich schreiben, ohne von meiner Betreuerin eins auf die Mütze zu bekommen, denn Sonora ist kein Lebewesen sondern ein Gegenstand. Mit vollständigem Vor- und Zunamen heißt die Begehrenswerte "Stevens Sonora SL". Wie heiß die Liebe wird, wird sich in Zukunft herausstellen. Die Voraussetzungen sind aber auf alle Fälle schon einmal gegeben, ein geiles Fahrwerk ( 29"), kein Speck auf den Hüften ( 9,3 kg ) und Obenrum auch alles von bester Zutat. Eine Optik die mir auf Anhieb gefallen hat und mit der man sich überall präsentieren kann . Auf den ersten Blick also eine Traumfrau, äh Traumrad natürlich. Den Charakter gilt es in Zukunft zu erforschen und meinen Vorlieben nach zu gestalten. Ein paar Änderungswünsche wurden vorab besprochen und auch in die Tat umgesetzt. Nach einem ersten persönlichen beschnuppern traten weitere Änderungswünsche zu Tage und die Detailverbesserungen werden mir jetzt mein Schätzchen noch lieber werden lassen. Und was die Hauptsache ist, Sonora ist sauschnell.

Danke an die BikePoint Crew und an die Marke Stevens aus Hamburg




Sonora ist also eine " Sie", eine Lady. Ich werde sie prügeln (über die Strecken), dass will sie, aber ich werde sie auch sehr gut pflegen, dass hat sie sich dann verdient. Ich hoffe meine Liebe wird erwiedert und Sonora lässt mich nicht fallen oder ist eine Zigge. In diesem Sinne...

Sport Frei - Diddi


Sonntag, 15. April 2012

Kyffhäuser MTB-Bergrennen 14.04.2012 Bad Frankenhausen

Das ging (gerade noch mal) gut

Unsere Reise führte uns diesmal durch drei Bundesländer, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nach Bad Frankenhausen zu Füßen des kleinsten Mittelgebirges in Deutschland. Von weitem grüßte schon das Kyffhäuserdenkmal im morgendlichen Hochnebel.


Bei diesem Event handelt es sich um eine kombinierte Lauf- und Mountainbikeveranstaltung. Es gibt die üblichen Laufdistancen und es gab, neu ab diesem Jahr, zwei Radstrecken mit 21 km oder 64 km Länge. Bisher gab es nur eine Radstrecke mit 42 km. Diese bin ich vor zwei Jahren gefahren und konnte damals den 2. Platz in meiner Altersklasse erkämpfen. Dieses Jahr gab es für mich die 64 km. 21 km ist aber auch eine ganz gute Distance, so können Leute die neu einsteigen oder vielleicht nicht so viel trainieren auch mal Rennluft schnuppern. Jeder der ein wenig Ambitionen hat, sollte das mal ausprobieren.
Unser Rennstart war um 12.30 Uhr und so konnte die Anfahrt wiederum sehr kraftstoffsparend absolviert werden. Wir waren gegen 10.30 Uhr in Bad Frankenhausen und es war schon ein ganz schönes Gewuhsel, denn die Läufer waren in ihren Diziplinen schon seit 8.00 Uhr unterwegs.



Wir waren auch deshalb schon bei Zeiten angereist, weil auch zu befürchten war, daß durch die Größe der Veranstaltung und die morgendlichen Laufwettbewerbe, es sicher mit Parkplätzen eng werden konnte. Der Startbereich ist genau im Stadtzentrum am Schloß. Und natürlich waren alle Parkplätze, welche als solche gekennzeichnet waren, auch schon restlos belegt. So galt es in irgendeiner Seitenstraße eine Lücke zu finden.


An der Anmeldung war noch wenig Gedränge und so konnte ich entspannt die Startunterlagen abholen. Wie bei den größeren Veranstaltungen üblich gibt es da auch noch immer ein paar Verkaufsstände. An einem dieser Stände agierte der zweimalige Olympiasieger im Marathon und durch den unvergessenen Kommentar des damaligen DDR Sportreporters Heinz Florian Oertel bekannte; Waldemar Cierpinski. Ein sehr netter Sportfreund, Autogramm und Foto für mich und für ihn selbstverstänlich.


Ein wenig Zeit nutzten wir noch zu einem kurzen Stadtbummel und selbst seit unserem letzten Besuch vor zwei Jahren hat sich vieles verändert, sehr schön. Nun galt es aber langsam an das Radfahren zu denken. Mein Stevens SMC Flight stand nun neu bereift und ausgiebig in der vergangenen Woche getestet, bereit um nun bei diesem Event die vielleicht letzten Rennkilometer zu sammeln. Die neuen Reifen hielten die ganze Woche unter allen Bedingungen dicht, einen Ausfall wegen eines Reifenproblemes, wie letztens, wollte ich auf keinen Fall riskieren, zumindest das was man selbst dafür tun kann. Ausschließen kann man es ja nie gänzlich.


Die Uhr rückte auf 12.00 Uhr und die Startaufstellung begann sich zu füllen. Ein für mich guter Startplatz war gegeben. Nach dem Start geht es zunächst eine recht schmale Straße entlang, bis man auf die Hauptstraße kommt. Also nicht so weit hinten stehen. Das Wetter meinte es sehr gut mit uns, es hätte zwar noch etwas wärmer sein können, aber es schien die Sonne und so kühlte man in der Startaufstellung nicht allzusehr aus.



Wo bin ich - unweit der Dixis





























Pünktlich um 12.30 Uhr fiel der Startschuß und über 350 Leute setzten sich in Bewegung. Irgendwie kam ich nicht so besonders gut weg und verlor ein paar Positionen, aber das ging nur bis zur Hauptstraße, da war dann genug Platz und ich konnte wieder aufschließen. Kette rechts und alles was geht. Die ersten Kilometer geht es über die Straße und es gilt so viel als möglich Windschatten zu erhaschen. Das funktionierte wieder gut und das Feld zog sich zwar auseinander, aber blieb zusammen. Dann kam ein touristisches Highlight, die Barbarossahöhle, wir hatten es eilig und mußten diese rechts liegen lassen. Die Strecke war in einem super Zustand, am Donnertstag hatte es dort das letzte mal geregnet, so war es nicht mehr schlammnaß, aber auch nicht staubtrocken. In den Ortsdurchfahrten gab es Asphalt, ansonsten sehr schöne Singletrails, Wald- und Feldwege. Am Ende standen bei mir 1230 Höhenmeter zu buche und es war immer volle Konzentration gefordert, alles sehr kurvenreich, schnelle Abfahrten auf Schotter und Abfahrten, welche sehr steinig, ausgewaschen und zum Teil recht ruppig waren. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 25 km/h, doch recht hoch, wenn man sieht wie viele Höhenmeter doch dabei waren. Man war ständig am arbeiten und mußte auch aufpassen wenn man mal zur Trinkflasche greift. Die Strecke war gut ausgeschildert, wenn auch manchmal ein wenig verwirrend. Das lag aber daran, daß Teile der Strecke auch von den Läufern genutzt wurde. Eine Sorge hatte ich noch, es gab eine Abzweigung auf ein Teilstück, da mußten wir 64 km Leute rechts abbiegen, geradeaus fährt man dann beim zweiten Durchlauf Richtung Bad Frankenhausen ins Ziel. Eibenstock läßt grüßen (Insider wissen was ich meine). Auf die Stelle war zuvor schon ausgiebig bei Facebook hingewiesen worden. Das zusätzliche Problem, wir stießen zuvor auf die 21 km Fahrer und die mussten an besagter Stelle geradeaus fahren. Das Facebookbild hatte sich bei mir eingebrannt und die Streckenposten brüllten rechts oder gerade, je nach Farbe Startnummer.


Ich war mir sicher an dieser Stelle rechts abzubiegen, dumm nur das 25 Meter vor der eigentlichen Abzweigung auch noch ein Weg (Asphalt) rechts abgeht. Vor und hinter mir fuhren da natürlich einige rein. Dank an die Streckenposten, die uns lautstark auf unser Versehen aufmerksam machten. Liebe Freunde vom Kyffhäuser, diesen Weg müßt ihr eindeutiger absperren. Das ist aber auch wirklich das Einzige was ich kritisieren möchte, alles andere war Klasse organisiert. Die Verpflegungsstellen waren reichlich vorhanden, zum angebotenen Sortiment kann ich mich nicht äußern, ich habe an keiner angehalten. Die zweite kleinere Schleife ging dann nochmal zum Teil über die bereits vorher gefahrene Strecke. An der zuvor erwähnten Weggablung galt es nun geradeaus zu fahren. Das war ja einfach. Kurz bevor man Bad Frankenhausen erreicht, gab es noch mal eine Abfahrt die Mensch und Material alles abverlangte, armes Rad. Man prügelt auch nicht gerade sehr langsam bergab, Absätze, Steine, Schotter. An dieser Abfahrt habe ich mir einen schleichenden Plattfuß oder was auch immer geholt. Jedenfalls war der vordere Reifen fast erschöpft, dank schlauchlos aber immer noch mit Restluft. So richtig habe ich das aber erst in der Rechtskurve in der Stadt mitbekommen. Immer noch mit viel Schwung tauchte plötzlich das Vorderrad unter mir weg. Ich hatte alle Hände voll zu tun, den Asphaltkontakt zu vermeiden. Bloß gut das genügend Platz war. Ein dort stehender Streckenposten sagte "Hier lang, hier lang". Er hatte sicher nicht mitbekommen was der Grund für mein rumeiern war. Sah bestimmt spektakulär aus, hätte auch gut gepaßt, gerade dort standen ein Haufen Zuschauer. Geräuschkulisse war, wie wenn einer mit dem Auto auf zwei Rädern um die Kurve driftet. Ca. 300 Meter waren es noch bis ins Ziel und die konnte ich auch weiter fahren.


Nach der Zieldurchfahrt wurde mir erst so richtig klar, was ich gerade für Massel hatte, zum einen nicht gestürtzt zu sein und zum anderen überhaupt angekommen zu sein.


Nach dem letzten Rennausfall wegen eben dem selben Grund, macht man sich schon Gedanken. Der Reifen hatte noch 0,8 anstatt der von mir sonst gefahren 2,0 bar Druck. Auch über Nacht noch. Am Reifen gibt es keine Beschädigung, auch hält die Luft wieder den korrekten Wert. Ich kann es mir nur so erklären, irgendwo in der harten Abfahrt muß es ein Ereignis gegeben haben, wo die Luft entwichen ist.
Ist schon ein wenig ein ungutes Gefühl, aber bis zum nächsten Einsatz ist das neue Rad bestimmt auch da. Die Zeitmessung erfolgte via Bib Chip der Fa. Hucke Timing. Sofort nach Zieldurchfahrt kann man seine Teilnehmerurkunde ausdrucken lassen.

 


Ich war sehr erfreut über mein Ergebnis, Platz 2 in meiner AK.

Auf den 1. Platz fehlten mir nur zwei Minuten, aber selbst ohne den Luftverlust wäre die Lücke nicht zu schließen gewesen. Gesamtplatz 82 erfüllt auch mein Ziel, gut im ersten Drittel notiert zu sein.
Ein letztendlich gelungener Samstag, vielen Dank an alle die dieses Event so gut vorbereitet und durchgeführt haben. Sehr gut empfand ich die reichlichen Informationen die es über Facebook gab. Ich glaube die Startzeit nach dem Mittag geht auch in Ordnung, da es Samstag ist und man zwar recht spät wieder zu Hause, bleibt ja nach diesem Tag noch ein freier Tag.
Diesmal gab es ein gutes Verhältnis der gefahrenen Zeiten, 2,5 Stunden Anreise, 2,5 Stunden Rennen und 2,5 Stunden Heimfahrt.

Sport Frei - Diddi

Veranstalterhompage
Ergebnisse

Samstag, 17. März 2012

MTB Possenlauf am 17.03.2012 in Sondershausen

Geiz ist NICHT geil und wird bestraft

Das war der Traum...


... und das war die Realität


Aber der Reihe nach. Normalerweise sollte mein neues Rad im Februar im BikePoint stehen, aber es muß noch etwas bei STEVENS reifen und so ist der neue Liefertermin nun der April. Also galt es das bewährte Material für die ersten Rennen fit zu machen. So weit ist auch alles gut, nur die Reifen hatten im letzten Jahr ganz schön gelitten. An den Seitenwänden gab es schon ganz schöne Stellen, an denen sich das Gewebe zeigte. Ich wechselte den hinteren und ließ den vorderen, machte ihn nur wieder mit frischer Dichtmilch fit. Ich haderte mit mir, vorne auch neu kaufen oder lassen, entschied mich aber am Ende gegen die Investition. Naja vorne wird schon gehen, ist ja nicht so viel Last drauf, dachte ich mir. Und an dieser Stelle kommt jetzt der Geiz zum Einsatz, muß ja nicht sein-neues Rad kommt ja bald. Beim Test im Training hat auch alles anstandslos funktioniert.
Um zum Possenlauf zu kommen, mußten wir einen Anreiseweg von 260 km in Anspruch nehmen, aber es ist die erste Veranstaltung in der Umgebung. Lange genug mußte ich das Rennfieber unterdrücken und nun sollte es endlich wieder los gehen. Zumal ich ja am Possen auch noch eine Rechnung offen hatte, im letzten Jahr hatte ich Probleme mit einem defekten Ritzelblock und so sollte dieses Jahr alles gut werden.
War das ein genialer Tag, solches Wetter und in der Woche auch immer trocken. Zum ersten mal kurz/kurz in diesem Jahr und dann auch gleich noch bei einem Rennen. Alle Leute waren gut gelaunt. Durch eine zeitige Abfahrt zu Hause (5.30 Uhr) konnten wir kraftstoffsparend anreisen und vor Ort alles in Ruhe angehen lassen. Um 10.00 Uhr sollte der Start sein und das Organisationsbüro hatte alle Hände voll zu tun. Bei der Veranstaltung werden auch diverse Läufe angeboten und durch das Wetter gab es natürlich jede Menge zusätzliche Anmeldungen. Ich hatte mich vorangemeldet und so ging dieser Akt für mich ruckzuck.
Die Distance war 46 km, in zwei Runden a`23 km zu fahren. Zeitiges erscheinen sichert wie immer einen guten Startplatz.



Pünklich 10.00 Uhr fiel der Startschuß und ab ging es, wie üblich, volle Power. Ich konnte meine guten Startplatz verteitigen, daß Feld blieb recht lang zusammen, zumindest das was vor mir statt fand. Nach ca. 1,5 km riß eine Lücke. Die Kollegen vor mir machten wenig, um das zu verhindern. An der ersten wirklich einfachen Steigung mußten dann auch wieder die Ersten dem hohen Anfangstempo tribut zollen und so konnte ich mit noch ca. 5 Fahrern die Lücke wieder zu fahren. O.k., die Elitefahrer ganz vorn waren weg, aber ich war sehr gut platziert. Ich konnte gut fahren, Kraft und Kondition im ganz grünen Bereich. Das Rad funktionierte super. Ich bin durch keine einzige Pfütze oder Schlammkuhle gefahren. Idealste Bedingungen. In munterem bergauf und bergab ging es über Waldwege und Singletrails. Ich kann mich gar nicht erinnern, ob es überhaupt einmal über Asphalt ging. Als es dann wieder einen Singletrail abwärts ging, hatte ich ein schwammiges Gefühl, ich dachte zunächst meine Federgabel macht schlapp. Dann ging es ein kurzes Stück über recht groben Schotter, um  wieder in einen Trail abzubiegen. Am Ende sollte es dann scharf links abgehen und es galt die Energie mit der Bremse zu vernichten. Eigentlich fahrtechnisch keine große Herausforderung. Beim Bremsen hatte ich das Gefühl der Reifen oder die Federgabel haben ihren Dienst quittiert und wie ich`s so dachte ging ich auch schon zu Boden. Ein Abgang der gut gereicht hätte für "Upps die Pannenschow". Als ich die Orientierung wieder gefunden hatte und alles am Körper dran war, kam zufällig ein Sani mit dem Quad gefahren. Er hielt an und erkundigte sich nach mir. Nun weiß ich, daß nach solchen Aktionen das Adrenalin mitunter Verletzungen ausblenden kann, aber es gab wirklich nichts was die Hilfe des Sanis in Anspruch hätte nehmen können. Und so gab ich ihm ein Zeichen zur Weiterfahrt. Es gab nur Abschürfungen am Hintern, den Ellenbogen, den Knien, eine leichte Zerrung im Oberschenkel und im Genick und eine leicht geprellte Schulter, aber die Haupsache war in Ordnung, das Rad ! Also drauf und weiter. Denkste ! Der vordere Reifen hatte sich verabschiedet. Nicht die Federgabel war das Problem. So gab es auch eine Erklärung für die schwammige Fahrweise, ein zunächst schleichender Plattfuß. Die Dichtmilch ergoß sich über Reifen und Felge. Nun sollte die mitgeführte Minipumpe Rettung bringen, aber das war ein Trugschluß. Wenn man da so steht, hat man das Gefühl tausend Leute fahren wieder an einem vorbei. Also Ende. Das hätte ich mir ersparen können, mein Frust konzentrierte sich auf mich selbst. 6 km Fußweg bis zum Zielplatz.



Trotz aller Enttäuschung hatte ich doch die Gewissheit bis zum Ausfall sehr ordentlich im Rennen unterwegs gewesen zu sein. Im dritten Jahr fahre ich jetzt schlauchlos und hatte noch nie mit einem Plattfuß aufgeben müssen. Ich werde noch genau schauen, wo die Luft aus dem Reifen das Weite suchte.

Schade um eine verlorene gute Platzierung, aber dafür habe ich vielleicht meinen diesjähirgen Ausfall schon hinter mir. Mein zweiter Gedanke war, so gabs nun heute kein Ergebnis könnte man eigentlich am Sonntag den Citylauf in Dresden mit laufen. Aber die Betreuerin meldete Protest an, es sind gemeinsame Freizeitaktivitäten geplant.


Nach dem Abmelden bei der Zeitnahme und einem kleinen Imbiß traten wir die Heimreise an, wieder 260 km. Man nimmt schon ganz schöne Wege in Kauf für so wenig Spaß. Abgehakt und nach vorne geschaut, in einem Monat sind wir wieder hier ganz in der Nähe, im Kyffhäusergebirge zum MTB Kyffhäuserberglauf.


Sport Frei - Diddi

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Saisonrückblick 2011

Zufrieden, aber Verbesserungspotential vorhanden


Im Rückblick war es insgesamt eine sehr gute Saison, ich konnte bei 13 Veranstaltungen 7 mal das Podium besteigen, dabei auch zwei mal die oberste Stufe. Ein sehr erhebendes und motivierendes Gefühl und gleichzeitig der Lohn für die vielen Trainingskilometer. In Seiffen beim EBM und bei der Vier-Hübel-Tour am Fichtelberg habe ich meine Ziele ganz knapp verfehlt (s.Rennberichte im Blog). Die Gesundheit hat prima mitgespielt, keine Verletzungen, keine Stürze mit Folgen oder sonst welche Wehwehchen. Mein größter Wunsch für die kommende Saison ist, es möge so bleiben !
In den Rennen konnte ich mich mit allen Altersgruppen messen und es bereitet schon Spaß, wenn man viel jüngere Sportfreunde neben sich schnaufen hört und man selbst eigentlich noch ganz locker drauf ist. Die Taktik spielte eine nicht unwesentliche Rolle. Auch das konnte ich weiter perfektionieren, sei es die Startaufstellung, die Verpflegung während des Rennens oder die Krafteinteilung, das Verbergen meiner Schwächen, das Ausspielen meiner Stärken. Ganz großer Dank geht an die zweite Teamhälfte. Birgit hat mich immer toll unterstützt, sie war dabei, hat mich verbottelt, mal was gehalten, Wege erledigt, manchmal nach den Rennen die Heimfahrt bestritten, fotografiert und war eben einfach vor Ort und konnte sich mit mir freuen. Harald, mein Coach, hat mich super vor und während der Saison, begleitet. Ich war bei vergleichbaren Bedingungen gegenüber dem Vorjahr auf allen Strecken deutlich schneller unterwegs. Daran hat er einen maßgeblichen Anteil, trainiert habe ich schon immer viel, aber durch unsere Zusammenarbeit ging alles geplant und durchorganisiert. Das Material hat, bis auf ein paar kleine Ausrutscher, welche aber alle witterungsbedingt waren, sehr gut mitgespielt. Die Jungs vom BikePoint in Dresden haben mich Klasse unterstützt und ich bin auch stolz darauf, sie auf meinem Trikot stehen zu haben - weil wir lieben was wir tun ! Die kommende Saison wird von den Terminen ähnlich dieser werden. Ich werde mich weiterhin auf die näheren Bundesländer beschränken. Durch mein in letzter Zeit zu Tage getretenes Läuferpotential, werde ich auch mal einen Crossduathlon bestreiten, eine ganz neue Erfahrung, an die ich große Erwartungen habe.
Ich freue mich auf neues Material meiner Lieblingsmarke Stevens.
Training läuft - es kann bald los gehen !

Saisonrückblick 2011 in Schlagzeilen

- MTB Possenlauf Sondershausen 19.03.2011 46 km AK 8. von 21, gesamt 41. von 73 (techn. Defekt Schaltung)
- MTB Rennen Löbichau 01.05.2011 49 km ohne AK Wertung gesamt 24. von 121
- Wehlaberg Bike Marathon 15.05.2011 57 km AK ab 35 Jahre 12. von 59, 23. von 125
- Erzgebirgsradrennen Markersbach 29.05.2011 47 km AK 2. von 24, gesamt 62. von 335
- Mad East Challenge Geising/Altenberg 24.06.2011-26.06.2011
   1.Etappe Prolog 8km AK ab 40 Jahre 28. von 30 (nach Sturz)
   2. Etappe 103 km AK ab 40 Jahre 21. von 42
   3. Etappe Ausfall techn. Defekt (Schuhcleat abgebrochen)
- Kamm Bike Cross Johanngeorgenstadt 03.07.2011 69 km AK 2. Gesamt 9. von 14
- Frauensteiner 2 Stunden MTB Rennen 10.07. 2011 35 km AK ab 45 Jahre 3. von 10
- Erzgebirgs Bike Marathon Seiffen 06.+07.08.2011
   Bergsprint AK 2. gesamt 39. von 62
   Marathon 70 km AK 4. von 27, gesamt 100. von 382
- Torgauer MTB Rennen 21.08.2011 63 km AK 1. Gesamt 7. von 49
- MTB Vier Hübel Tour Oberwiesenthal 28.08.2011 87 km, ohne AK Wertung, gesamt 52. von 600
- Drei Talsperren Marathon Eibenstock 17.09.2011 100km, nach 68 km Aufgabe, auf falsche Strecke gewiesen
- Neuseen MTB Cup Leipzig 25.09.2011 63 km, AK 1. gesamt 20. von 121
- Adelsberger Bike Marathon Chemnitz 03.10.2011 AK 3. Gesamt 62. von 281

Sport Frei - Diddi

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Montag, 5. Dezember 2011

Dohnaer Adventslauf - 03.12.2011

Ein lockerer Trainingslauf ...
... war das nicht gerade

Am 03.12.2011 fand in Dohna ein "Romantischer Weihnachtsmarkt" statt. Aber das war nicht das Ziel unserer kurzen Reise in die Läuferstadt. Es waren  Läufe über verschieden Streckenlängen angesetzt. Ich hatte mir die maximale Möglichkeit ausgewählt, über 9,6 km. Seit dem Lauf über 10 km im Rahmen des Dresden-Marathon, habe ich, im Rahmen meines Trainingsplanes, das Lauftraining in letzter Zeit stark forciert. So laufe ich im Moment an drei Tagen in der Woche und an zwei Tagen ist Radtraining angesagt. Das macht Spaß und so sollte also auch mal wieder ein kleines Kräftemessen mit Gleichgesinnten anstehen. Anders als beim Dresden-Marathon, wo auch viele Jogger die Strecke in Angriff nahmen, waren in Dohna aber nur größtenteils Laufspezies am Start. Auch die Strecke war vom Profil ganz anders als der topfebene Lauf in Dresden. Es gab schon einige ordentliche Steigungen die es zu bewältigen galt. Hier für mich auch Neuland, meine Heimlaufstrecke ist auch sehr eben. Außerdem gab es in Dohna noch ein "Stollenhandicap", daß hieß, zu schätzen wieviel Stück Rosinen in einem 2 kg Stollen sind. Beim Abholen der Startunterlagen vor dem Rathaus gab ich meinen Tip ab, 1150 Stück.
Nach einer Warmlaufphase, bei der ich schon ordentlich auf Temperatur kam, war unser Startzeitpunkt 14.15 Uhr. Vor unserem Lauf gab es noch einige Kinderrennen. Ich sortierte mich unter 139 Mitbewerbern im mittleren Feld ein. Birgits helfende Hand war auch gut, so hatte ich meine "Schutzhülle" wieder sicher verstaut.

                                

Pünklich gab der Bürgermeister den Startschuß und das Feld setzte sich sehr flott in Bewegung. Wie bei den Mountainbikerennen geht es am Anfang sehr ordentlich zur Sache, man kennt es. Also einsortieren und nicht allzusehr überziehen. Der erste Teil der Strecke verläuft über Straße, anfänglich mit leichtem Gefälle, später mit mehr.



Bis man im Müglitztal landet, dort geht es ein Stück die Straße lang und man biegt in einen Naturweg bis zur Schloßmühle, auf diesem Stück gibt es auch die erste leichte Steigung. Nach der Schloßmühle geht es dann wieder auf Asphalt. Ein ganzes Stück gerade, bis es dann erst allmählich, dann doch stetiger und steiler bergan geht. So zieht es sich, bis man wieder auf dem Marktplatz landet. Diese Runde ist 2,4 km lang und somit vier mal zu absolvieren.


 Durch den Weihnachtsmarkt und die vielen Begleitpersonen der Läufer, war ordentlich Bewegung in Dohna und somit viele Zuschauer an der Strecke. Ich lief dann irgendwann mit einem Sportfreund zusammen, der augenscheinlich auch so meine Altersklasse war. Mal führte er, mal ich. Wir fanden uns so nach ca. der Hälfte des Rennens und konnten gemeinsam noch paar Plätze gut machen.



Der "gemeine Hund" verschärfte etwa einen Kilometer vor dem Ziel sein Tempo und da es da auch bergan ging, mußte ich aus Mangel an Kraft, abreißen lassen. Im Ziel war er dann 13 Sekunden schneller als ich. Die zweite Hälfte der letzten Runde war für mich ganz schöner Kampf und der letzte Kilometer tat durch die Steigung ganz schön weh.


Meine Endzeit war 44,25 Minuten. Mit dieser Zeit bin ich sehr zufrieden, aber man kann auch sehen, daß hat in der AK nur für Platz 14 von 22 gereicht. Im Gesamtklassement bin ich im goldenen Mittelfeld gelandet, Platz 71 von 139. Ich denke aber für einen Radfahrer trotzdem ganz gut. Mit Hilfe meines neuen Spielzeuges, einer GPS Laufuhr, konnte ich im nachhinein sehr gut Analyse betreiben, meine erste Runde war die schnellste und die letzte die langsamste. Runde zwei und drei waren fast identisch. Nach Zieldurchlauf gab es als Erinnerung eine Glühweintasse samt Inhalt. Einen visuellen Podestplatz konnte ich aber trotzdem noch erreichen. Im Stollenhandicap belegte ich den dritten Platz bei den Männern. Die Schätzung und die Laufzeit wurden mit einem Faktor  XY zusammengerechnet. Den 2 kg Stollen hat übrigens eine Frau gewonnen, sie schätzte 2234 Stück Rosinen. Laut Bäckermeister sind in seinem Stollen 2240 Rosinen gewesen. Bezirzung, Bestechung oder Glück ? Jedenfalls lockerte diese Einlage die Sportveranstaltung ungemein auf. Ich Frage mich nur, wie wollen die das nächstes Jahr toppen. Ach ja, der Weihnachtsmarkt war auch auch noch da, dieser führte dann wieder dazu, daß die negative Energiebilanz des Tages doch nicht aufging. Und den Schrecken der Kinder, den Weihnachtsmann, haben wir auch gesehen.

Sport Frei - Diddi

Ergebnisse   

Montag, 24. Oktober 2011

Dresden Marathon - 10 km Lauf - 23.10.2011

Mein Gastspiel bei den Läufern

Die Radwettkampfsaison war mit dem Adelsberger Bike Marathon am 3. Oktober beendet und mein Coach Harald meinte, ich könnte doch mal zum Saisonende einen Laufwettkampf bestreiten. Am 23.10. ist der Dresden Marathon und da wäre die 10 km Strecke einen Versuch wert. Die Idee fand ich super, zumal ich bisher schon  zwei mal die Woche ein paar Laufeinheiten absolvierte und mir das auch Spaß bereitet. Für mich immer ein guter Ausgleich zum Radtraining. So stellten wir den Trainingsplan um und so stand drei Wochen das Laufen im Vordergrund und das Rad diente eher zur Regeneration. Nach leichten anfänglichen Knieproblemen lief das auch gut. Die Kondition habe ich durch den Radsport und so galt es eher die Laufmuskeln zu reizen. Das Training war so aufgebaut, daß ich mich zu keinem Zeitpunkt dabei total verausgaben musste. Ein Tag, genau eine Woche vor dem Wettkampftag, war dann ein Test angesagt, bei welchem ich mal eine stärkere Belastung zu absolvieren hatte. Das nutzte ich dazu eine 10 km Strecke auf Zeit zu laufen und kam dabei auf ein wenig über 48 min. Darüber war ich schon erfreut. Nach den Ergebnislisten des Vorjahreswettkampfes wäre ich damit auf den 10. Platz meiner Altersklasse gelaufen.
So zuversichtlich gestimmt holten wir am Samstag vor dem Wettkampftag die Startunterlagen im Kongresszentrum. Die Vorbereitungsarbeiten zu so einem Event am Vortag sind nur ein Bruchteil von dem was man für eine Radsportveranstaltung vorbereiten muß.
Sonntagmorgen zeigte das Thermometer -4°C, der Wetterbericht versprach  Sonne und keinen Regen, wie die vergangenen Tage auch schon. Da wurde es um die Mittagszeit immer so um 8°C. Also fast ideal zum laufen. Neben der kurzen Zeit, welche die Vorbereitungsarbeiten beanspruchte, war diesmal auch die Anreise spektakulär kurz. Im Dresdner Stadtzentrum sah man an diesem Morgen nur Sportler und Gassi gehende Hundehalter.


Der Startbereich war schon bei Zeiten dicht belagert und ordentlich beschallt, der Moderator machte einen prima Job. Ein Gewimmel, sollten doch fast 8000 Läufer starten. Es gab vier Startblöcke. Ich hatte mich im Dritten aufzustellen, durch zeitiges Erscheinen konnte ich in diesem weit vorne stehen. Es wurde immer enger, es roch nach Muskelöl und Schweiß.


Wo bin ich, Hilfe, Luft
Der Countdown lief Rückwärts und endlich der Startschuß, aber erstmal ging noch nichts los. Es hat fast eine Minute gedauert bis ich die Zeitnahmematte überlief und auch dann ging es noch locker zur Sache. Dieses Tempo ersetzte die recht kurze Erwärmung. Als das Feld auf der Marienbrücke war, konnte man dann auch richtig laufen.

Fotos duch anklicken vergrößern



Man in red - Ital.Dörfchen,Terassenufer

Ich fand mein Tempo und es war traumhaft an der historischen Kulisse vorbei zu laufen und so viele Zuschauer am Straßenrand. Ich möchte die Empfindung fast mit dem Alp de Wettin in Seiffen beim Erzgebirgs-Bike-Marathon vergleichen, da melden sich schon mal die Nackenhaare, trotz aller Anstrengung. Wer halbwegs Laufambitionen hat, sollte sich das nicht entgehen lassen.
Dann kam der Abzweig, an dem der 10 km Lauf von der Marathonstrecke ab ging und das Feld lichtete sich zusehens. Man konnte versuchen mit Leuten im Pulk zu laufen, die ein ähnliches Tempo gehen. Das tat ich dann auch bis zum Kilometer 6, ich merkte das ich noch ausreichend Reserven hatte und erhöhte mein Tempo. Ich konnte etliche Läufer einholen und vorbei gehen. Ein jüngerer Sportfreund aus der ehemaligen Gruppierung ging mit mir. Bei ca Kilometer 8,5 war er dann plötzlich auch nicht mehr da. Ich merkte jetzt geht noch mehr und beschleunigte weiter.


Durch meine mangelnde Lauferfahrung ärgerte ich mich jetzt, nicht schon von Anfang an ein höheres Tempo gegangen zu sein. Ich konnte bis zum Ziel durchziehen. Ich dachte nach durchlaufen des Zielbogens hat die Zeit gestoppt. Wie ich später von Birgit erfuhr und ich auch später selber sah, lagen die Zeitmatten ca. 25 Meter nach dem Zielbogen. Nach meinem Zielbogendurchlauf trudelte ich aus und ging langsam weiter Richtung Ausgang. Man lief zwangsläufig über die Matten. Hätte ich das mitbekommen und wäre weiter mein Tempo gelaufen wären noch paar Sekunden raus gesprungen.



Nach dem Zieldurchlauf ging es direkt zur Verpflegung und dort wartete ein frisches alkoholfreies Weizenbier, Rosinenkuchen und die Finishermedallie. Welch ein Glücksgefühl !

                                      

Wir gingen dann ins Kongresscenter um den Zeitmesschip wieder abzugeben und die Urkunde in Empfang zu nehmen. Da stand nun meine Zeit 0:45:53 h. Gesamtplatz 242 von 1992, Platz 11 in der AK von 99 möglichen. Damit möchte ich mein Gastspiel als gelungen bezeichnen und das machte auch Lust auf mehr, aber stop, das Rad hat Vorrang und die meisten Läufe hätten gar keinen Platz in meinem Kalender. Mal sehen im nächsten Jahr, es gibt ja auch Crossduathlon, vielleicht mal so zur Probe ?
Im Zielraum warteten wir dann noch auf Harald, er kam 25 Minuten nach mir ins Ziel, allerdings lief er den Halbmarathon und damit mehr als das Doppelte meiner Strecke. Gratulation zum zweiten Platz in seiner Altersklasse.


Danke Harald - super Idee - Dresden Marathon

Ein gelungener Tag, mit gutem Ergebnis, strahlendem Sonnenschein, netten Leuten, eben ein SONNTAG.

Sport Frei - Diddi

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