DiBiSo

DiBiSo-Team = Diddi (Fahrer/Läufer) und Birgit (Betreuerin) Sonntag
Powerd by BikePoint Dresden + Stevens-Bikes + Renault-Friedewald Dresden

An dieser Stelle möchte ich darüber schreiben was meinen Sport für mich aus macht. Ihr findet aktuelle Rennberichte und noch so einiges was es zum Thema zu berichten gibt. Seit 2005 betreibe ich Radsport mit dem Mountainbike und nehme an diversen Rennen teil. Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg sind meine Reviere. Dafür trainiere ich neben meinem Job intensiv, seit 2010 mit meinem Personalcoach Harald Harnisch. Das hat mich ein gutes Stück voran gebracht. Im Rennen und im Training verwende ich Bikes von Stevens aus Hamburg. Die Jungs vom BikePoint Dresden machen einen super Support und helfen mir bei der Lösung von Problemen der technischen Seite des Sports. Natürlich funktioniert alles, Familie, Arbeit, Training und Wettkampf nur mit einer verständnisvollen Partnerin - Birgit - Teil zwei unseres kleinen Teams. Sie ist meine unverzichtbare rechte Hand, sie hält mir den Rücken frei und ist eine zuverlässige Hilfe bei den Rennen. Gute Gesamtplatzierungen und den einen oder anderen Podestplatz in der Altersklasse sind meine Ziele. Es macht Spaß, auch im sechsten Lebensjahrzehnt. Sport Frei !

Montag, 27. Juni 2011

Mad East Challenge 500 - Geising / Altenberg 24.06.-26.06.2011

Leider nicht so gelaufen wie gewünscht

In den vergangenen Jahren konnte ich immer nur einzelne Etappen fahren, es ließ sich halt arbeitsmäßig nicht anders einrichten. In diesem Jahr sollte es nun funktionieren alle drei Etappen zu fahren, da der Termin genau in unser Trainingslager, auch Urlaub genannt, fiel. Das Trainingslager diente dann aber doch eher der Erholung und ganz besonders dem Auffüllen der Kohlenhydratspeicher.


So konnten wir also am Freitag Nachmittag in aller Ruhe nach Geising zum abholen der Startunterlagen fahren und noch ein bischen des Fluidums auf uns wirken lassen. Es steckt schon eine riesige Menge an Arbeit auf Seiten des Veranstalters dahinter. Schon mal dafür aller Dank, alles super organisiert und wenn doch mal improvisiert werden musste, kamen alle Infos auch immer an.

1.Etappe-Mad East Prolog / 6,8 km / 242 hm / 24.06.2011

Gestartet wurde in drei Startgruppen, um einen Stau an den Singletrails zu vermeiden. Da die Zeitnahme noch mit dem eingeben der Teilnehmer beschäftigt war, verzögerte es sich alles um 30 Minuten. Die zweite Gruppe startete 17.40 Uhr, in dieser Gruppe starteten die AK Herren und die Master II. Master II war auch meine Altersklasse, hier bei der Mad East geht die von Geburtsjahr 1970 bis open end. Vom Start kam ich gut weg und konnte meine Position halten.



Es ging zunächst über Asphalt bis zum ersten Wiesenweg der gut mit Steinen gesät war. Pünktlich zu unserem Start begann es wie aus Kübeln zu schütten. Da es den ganzen Tag schon solche Ergüsse gab, war die Strecke auch in entsprechendem Zustand. Das konnte ich bereits vor dem Start testen, man konnte die Zeit des warm fahrens gut nutzen, um die 6,8 km lange Runde mal abzufahren. War aber noch alles fahrbar.
Der erste Wiesenweg hatte auch gleich ordentlich Steigung aufzuweisen, die Steine waren durch den Regen ordentlich glatt geworden und genau auf so einem Stück fuhr mir jemand von hinten in mein Rad. Ob er weggerutscht ist oder was auch immer, es ging ruck zuck und ich hatte Bodenkontakt. Naja passiert ja mal, Körper war heil, bis auf ein paar Kratzer und der Lenker des Rades zeigte dorthin wo er sollte, also aufgesattelt und weiter. Doch was war das, aufgesattelt ?? ging irgendwie nicht, denn der Sattel hatte sich mitsamt der Stütze um 45° verdreht. Ich dachte, was sich mit Gewalt verstellt, geht auch wieder mit Gewalt in die richtige Richtung zu bringen, aber denkste. Ich hätte eher meinen Sattel zertstört, als das sich die Sattelstütze wieder in Richtung bringen läßt. Und auf knapp 7 km den Tool zu entfalten wäre noch sinnloser gewesen. Also mußte es so gehen.


Natürlich war in der Zwischenzeit das ganze Feld an mir vorbei gefahren und meine Motivation auf dem Nullpunkt. Na das geht ja gut los. Also zählte ab jetzt der olympische Gedanke. Es ging als weiter bergan bis zur Schaarspitze und dann die alte Naturbobbahn wieder hinunter nach Geising.


Im Ziel war ich vierter in der AK, allerdings diesmal von hinten. Naja die Minuten die mir da fehlten, sollten sich auf den langen Etappen wieder gut machen lassen. Schließlich zählt dann das Ergebnis aller drei Tage. Trotzdem war die Laune im Eimer.


Nach einer gut organisierten Bike Wäsche und dem obligatorischen Nudelgericht traten wir die Heimreise an. Auch 6,8 km langen um sich einzusauen und es sollte ja am nächsten Tag morgens gleich weiter gehen. So galt es natürlich am Abend auch alles wieder auf Vordermann zu bringen. Um 23.00 Uhr stand ich unter der Dusche und spülte alles Geschehene aus meinem Geist.

2.Etappe-Mad East Samstag / 102,7 km / 2559 hm / 25.06.2011

Nach recht kurzer Nachtruhe sollte nun die längste Etappe mit den meisten Höhenmetern auf dem Plan stehen. 10.00 Uhr sollte der Start, wiederum in Geising am Gründelstadion, erfolgen. Der Start wurde um 20 Minuten verschoben, da der Zugverkehr Vorrang hat und wir die Gleise auf freier Strecke zu überqueren hatten. Eine lustige Begebenheit gab es noch auf dem Parkplatz. Mein Parkplatznachbar bemerkte 9.45 Uhr das er seine Radschuhe nicht mit hatte, er fragte ob ich noch mal kurz auf sein Rad aufpassen könne, zum Glück kam er nur aus Altenberg. Durch diesen Umstand und durch die zum Glück verschobene Startzeit fiel das warm fahren recht kurz aus. Das Wetter zeigte sich von seiner besseren Seite, es waren zwar nur 12° C, aber es regnete wenigstens nicht, so wie es die halbe Nacht zuvor durchgeregnet hatte. Durch diese Wetterverhältnisse sollte es doch zum Teil sehr grenzwertige Streckenverhältnisse geben. Ich kenne keinen Marathon der soviel Naturwege hat. Am Ende im Ziel hörte ich wie einer sagte ; "Wem so was Spaß macht der hat doch nicht alle Latten am Zaun". Aber es hat Spaß gemacht !! Alles lief für mich fast perfekt, wo es sich anbot konnten wir gut in Gruppe fahren, die Verpflegungspunkte waren sinnvoll eingerichtet, mit motivierten Helfern, einer guten Auswahl und guten Abständen, die Strecke war ausreichend gekennzeichnet, es gab an einigen Stellen antreibende Zuschauer. Besonders am Wendepunkt in Neuhausen. Da war der Schwartenberglauf und deshalb auch schon bischen mehr Leute auf den Beinen. Dort gab es auch die Festzeltdurchfahrt. Der Schwartenberg war auch, glaube ich, die längste ununterbrochene Bergfahrt. Oben angekommen hatte ich ein Gefühl in den Ohren wie man es vom Fahrstuhlfahren kennt. Diese Steigungen liegen mir und ich konnte etliche Plätze gut machen. Eine ähnlich lange Steigung gab es dann noch mal im Tschechischen, die Dorfstraße in Cesky Jiretin. Dort ging es an Stelle des gefürchteten Flößergrabens entlang.
Alles wäre perfekt gewesen, leider mußte ich in einer verschlammten Abfahrt doch einmal den Waldboden küssen. Mein Vorderad folgte leider nicht meinen Gedanken und so eierte ich links / rechts bis zum letztendlichen Abgang über den Lenker. Mit dem Gesicht aufgeschlagen war für einen Moment kurz Stille und ich dachte mein Helm und Brille sind hin. Aber beides war noch super intakt. Danke Helm ! Scheinbar war doch genug weicher Schlamm unter uns. Der aufgesammelte Dreck machte eh keinen Unterschied zum dem was schon anhaftete. Und die Kratzer im Gesicht spürte ich erst abends unter der Dusche. Also weiter gings.

Man kann einfach durchfahren...



muß aber aufpassen den rechten Weg nicht zu verlassen !


Nach 5:58 h erreichte ich das Ziel in Geising. Damit erreichte ich genau die Mitte des Starterfeldes, bzw. der Altersklasse. Zufrieden stellte ich mich an der Bikewäsche an, aber von den noch 5 am Vortag funktionierenden Kärchern gingen noch zwei, bei einem vielleicht doppelt so großen Starterfeld. In 30 Minuten zwei Meter gerückt, nein danke, also alles ins Auto gepackt und zur Tankstelle. Letztendlich stand ich selbst gg. 22.00 Uhr unter der Dusche und konnte, trotzdem zufrieden, meine Wunden pflegen. Meine Motivation für den kommenden Tag war Klasse und körperlich ging es auch noch ganz gut.

3. Etappe-Mad East Sonntag / 75,5 km / 1948 hm / 26.06.2011

Am Abend vorher und am Morgen die Kohlenhydratspeicher gut gefüllt ging es nach Altenberg. Das Wetter zeigte sich von einer mießen Seite, es regnete und nieselte und je weiter man ins Gebirge kam um so besch... wurde es. Ich wartete bis 9.40 Uhr im Auto, 10.00 sollte Start sein. Brille konnte man bei so einem Wetter von vorherein vergessen, den Rest fertig gemacht und ab auf`s Rad, bischen anheizen und zur obligatorischen Blasenentleerung. Nach dieser kurzen Pause setzte ich mich doch frohen Mutes auf das Rad, doch was war das, ich dachte biste jetzt zu blöd zum einklicken, rechts wollte das Pedal keinen Halt finden. Beim Blick unter den Schuh schlief mir das Gesicht ein.


Beide Schrauben der Cleatbefestigung waren abgebrochen. Irgendwann fiel mir Roland Kaisers Textzeile
" Das kann doch wohl nicht war sein, daß man so schnell total den Halt verliert" ein. Doch es kann !! Damit waren alle Träume ausgeträumt. Noch nie hatte ich sowas am Schuh erlebt und deshalb natürlich auch keinen Ersatz dabei. Ich bin dann zur Rennleitung und habe mich wegen technischem Defekt abgemeldet. Ob der technische Support vor Ort hätte helfen können habe ich mir erst später überlegt, aber der Start war sowieso schon Geschichte. Bischen froh war ich aber auch, denn ich hätte mir nicht vorstellen wollen, wenn alles im tschechischen passiert wäre. Ich habe mich dann ins Auto gesetzt und bin nach Kipsdorf gefahren und habe dort noch ein bischen Zuschauer gespielt. Nach kurzen Intermezzo zu Hause sind wir dann noch mal gemeinsam nach Altenberg gefahren und haben die Ankunft der Kämpfer gefeiert. Und außerdem, ich hatte ja schließlich noch einen Nudelgutschein.
Insgesamt also ein durchwachsenes Wochenende und Altenberg/Geising, ich habe noch eine Rechnung offen ! Am kommenden Sonntag steht nun der Kamm-Bike-Cross in Johanngeorgenstadt vor der Tür, da gibt es auch wieder eine AK Wertung nach BDR Reglement. Also Angriff ist angesagt !

Diddi



Montag, 30. Mai 2011

Erzgebirgsradrennen Markersbach 29.05.2011

Mission Podest

Nach einer entspannten Anreise waren wir gegen 9.15 Uhr in Markersbach am dortigen Pumpspeicherwerk. Den sonst üblichen Parkplatz konnten wir diesmal nicht einnehmen, war schon alles voll. Später zeigte sich auch warum, es gab einen neuen Teilnehmerrekord, auf allen Strecken waren insgesamt 704 Starter gemeldet. Das Wetter war nun schon zum Vierten meiner Rennen perfekt. Da ich in diesem Jahr in einer für mich neuen Altersklasse starte und es bei diesem Rennen endlich mal nach den korrekten Altersklassen ging, hatte ich mich akriebisch vorbereitet. Ich habe die Starterlisten durchforstet und die Ergebnislisten des letzten Jahres und kam für mich zu dem Schluß, daß ich diesmal eigentlich auch mal wieder auf`s Podest fahren könnte. Um alle Reserven auszuschöpfen galt es natürlich zu überlegen wo man noch was gut machen kann. Nach wieder sehr gut geplanter Vorbereitung sollte es körperlich stimmen und so nahm ich die Dinge ins Auge wo man auf Strecke vielleicht Zeit liegen läßt. Da sind die Verpflegungsstellen, wenn man da an hält um nachzutanken sind das am Ende zwei Minuten die fehlen. Also eine neue große ( 1 Liter ) Trinkflasche vom BikePoint zugelegt und dann noch eine Eigenkreation. Wer sich schon mal während eines Rennens verpflegt hat und nicht nur Gel zu sich nimmt, kennt das Problem, beim auspacken von Riegeln die sich während der Fahrt in der Trikottasche auf Körpertemperatur erwärmt haben. Hier die Lösung ( Patent 0815-4711 ).


Der zweite Punkt bei dem man was gut machen kann, ist ein guter Startplatz. Aufgestellt wurde in zwei Startblöcken. Wer im Vorjahr unter 1:50 gefahren ist, war im ersten Block der Rest dahinter in Block zwei. 2:03 war meine Vorjahreszeit und so also Block zwei. Nach dem warm fahren, habe ich einen guten Zeitpunkt erwischt und stellte mich in die erste Reihe des zweiten Blockes. Kurz vor dem Start wurde das Absperrband zum ersten, nicht so großen Block, entfernt und wir konnten aufschließen.


Nachdem 10.45 Uhr die Hundsmarterrunde gestartet war, ging  unsere Fichtelbergrunde um 11.30 Uhr ab. Den ersten Kilometer ging es neutralisiert hinter dem Motorrad her und dann wurde gleich der Start zur ersten Steigung fliegend frei gegeben. Durch den Kontakt zur Spitze mußte ich natürlich aufpassen, nicht am Anfang zu überpacen. Ging aber gut, natürlich gehen die jüngeren Drahtbeine noch anders ab.


Die erste Steigung war auch die längste. Bis zum Fichtelberg ging es, bis auf eine Ausnahme von 3 km, nur bergauf. Am Fichtelberg standen dann 26 km auf dem Tacho. Diese Steigungen liegen mir sehr. Überrascht war ich über meine Pulswerte, ich bewegte mich zum Teil zwischen 180 und 197 HF. Solche Werte erreichte ich bisher nicht, um so erstaunter war ich, daß es mir weder von der Atmung noch von der Kraftentfaltung Probleme bereitete. Wir werden es analysieren.

Mit meiner mobilen Verpflegungsstation hat auch alles super funktioniert und so konnte ich an den Verpflegungsstationen nur einen großen Schluck aus den gereichten Bechern im fahren nehmen. Durch das schöne Wetter waren auch wieder etliche Zuschauer unterwegs, gerade an der Auffahrt am Fichtelberg ist das eine gute Motivationshilfe. Nachdem der Fichtelberg bezwungen war, ging es dann, so wie es am Anfang nur bergauf ging, fast nur bergab. Auch hier sollte man hellwach sein, erreicht man auf den Waldautobahnen doch schon ganz schöne Geschwindigkeiten. Meine V/max 72 km/h. Fuhren wir bis zum Fichtelberg sehr oft in kleineren Grüppchen, welche sich bildeten und wieder zerfielen, war es mir hier doch lieber alleine zu fahren oder zumindest als Erster. Ging aber alles gut. An gefährlichen Stellen standen überall Sankras, sehr vorbildlich organisiert, auch die Wegkennzeichnung war super, vor gefährlichen Abbiegungen standen schon weit vorher Schilder mit Meterangaben der zu erwartenden Biege. Selbst auf den Abfahrten gelang es mir noch den einen oder anderen Platz gut zu machen, bzw. Windschattenlutscher abzuschütteln.
Der letzte Finale Schlußspurtanstieg zog sich noch mal gefühlt lang hin. Nach 1:51:08 erreichte ich als gesamt 62. von 335 Gestarteten den Zielbogen. Damit war ich 12 ! Minuten schneller als im Vorjahr bei identischen Bedingungen.



Doch für mich war der größte Erfolg der damit verbundene 2. Platz in der AK Wertung. Somit hat sich meine Mission Podest erfüllt. Sensationell fand ich aber auch den Abstand zum Erstplatzierten in unserer AK, der war sage und schreibe 8 ! Minuten schneller als ich. Gibt`s doch gar nicht. Die restlichen Zeiten in meinem Bereich waren relativ eng. Der Abstand zum Gesamtgewinner des Rennens betrug 17 Minuten, daß wiederum geht für mich so in Ordnung. Es folgte dann ein kleiner kultureller Teil und die Übergabe der Spenden, welche zum Teil aus Anteilen der Startgelder bestand. Motto des Rennens "Wir radeln für Behinderte". So kamen glaube ich 3.500.-EUR für örtliche Behinderteneinrichtungen zusammen. Die Tänzerinnen kamen natürlich bei den vorwiegend männlichen Teilnehmern gut an.


Die Siegerehrungen folgten daran anschließend, durch die ganzen Strecken und AK`s auch ein ganz schöner Marathon. Aber eben doch auch schön wenn man mit vor gehen darf. Einer der Überreicher sagte zu mir,daß er sich freut jemand aus Dresden begrüßen zu dürfen und bat mich in Dresden das Erzgebirgsradrennen weiter publick zu machen.




Nun ist das nächste Vorhaben die "Mad East Challenge 500" in Altenberg, so zu sagen der Heim Grand Prix. Da der Zeitpunkt an das Ende unseres Urlaubes fällt, für mich die Chance diesmal alle drei Etappen zu fahren. Das wird eine harte Sache, aber es bleibt auch noch Zeit um weiter an der Form zu feilen.

Sport Frei - Diddi


Montag, 16. Mai 2011

Wehlaberg-Bike-Marathon 15.05.2011

Danke Wehlaberg


Am Sonntag Morgen sind wir bei wechselhaftem Wetter um 6.30 Uhr zu Hause gestartet. Unser Ziel war das 156 km entfernte Köthen bei Märkisch-Buchholz in Brandenburg. Nach entspannter Fahrt waren wir bei Zeiten am Ziel und konnten einen günstigen Parkplatz suchen und sogar noch bischen mit dem Fotoapparat spielen.

Zeitiges Erscheinen sichert Entspannung bei der Startnummernausgabe. Lustig anzuschauen ist mitunter, was manche Mitkämpfer noch vor Ort für Reparaturen an Ihren Rädern machen. Nach dem obligatorischen warmfahren ging es in die Startaufstellung, wo man aber dann auch noch mal mind. 10 Minuten steht. Eine lustige Begebenheit gab es dort. Der Starter forderte so zwei Minuten vor dem Start die Leute auf, die im Vorjahr unter die ersten 10 Plätze gefahren sind, sich nach vorn zu stellen. Plötzlich setzten sich vielleicht 25-30 Mann in Bewegung nach vorn.

                                     
Der Organisator richtete noch mal paar eindringliche Worte an die Starter, machte auf die Besonderheiten der Strecke und der damit eventuell verbundenen Gefahren aufmerksam. Seine Worte brachten das sehr gute Engagement seitens des Veranstalters rüber. Hat mir sehr gut gefallen. Pünktlich um 10.00 Uhr ging es hinter dem Führungsfahrzeug auf die 56 km lange Strecke, durch den Ort in den Wald, in neutralisierter Formation. Der darauf folgende fliegende Start hat sich sehr gut bewährt.
     
                                      
Es ging dann auch gleich einen relativ langen Anstieg bis zum ersten Singletrail. Bis dahin hatte sich das Feld schon gut auseinandergezogen, so konnte man gut "einfädeln". Es zeigte sich, daß es ganz gut war, daß es den vorangegangenen Tag ab und zu geregnet hatte. Der brandenburger Sand hat das Wasser gut weg gesteckt und war dadurch auch viel besser befahrbar, obwohl es schon ganz schön an den Wadeln zehrte. Nach so ca. 10 km wollte ich das erste mal trinken und griff leider ins Leere. Unbemerkt hatte sich meine Trinkflasche verabschiedet. Nicht nur die Tatsache, nun bis zur Rundendurchfahrt in der Hälfte der Strecke, auf dem Trockenen zu stehen machte mich ein wenig unsicher, viel mehr ärgerte ich mich über den Verlust der Flasche. Nun ja nur eine Trinkflasche, aber diese hatte moralischen Wert. War es doch die erste Trinkflasche die ich mir vor etlichen Jahren zulegte und die mich so oft begleidete, - gequetscht - zerkratzt - verblasst und nun Ruhe sanft in Brandenburg. Kurz nachdem ich das bemerkte, hatte ich einen Schweißausbruch das es mir aus dem Helm in Bächen über die Brille lief, es gab sich jedoch nach ca. 5 Minuten wieder. So was habe ich auch noch nicht erlebt, etwa Wechseljahre ??
Viele schöne Singletrails wechselten sich mit Waldwegen ab, es gab zwei Ortsdurchfahrten und den Mörderanstieg zum Wehlabergturm. Die letzten 150 Meter dieses Anstieges mußten die Fahrradschuhe ihre Laufqualitäten beweisen. Aus diversen Berichten ist ersehen, daß es glaube ich, keinen gab der die 29% im Sand fahren konnte. Bei der Rundendurchfahrt bei Start/Ziel hatte ich nun auch wieder, dank Birgits Hilfe, eine volle Pulle. Ob der vorher nicht ausgeglichene Flüssigkeitsverlust mir was aus gemacht hat weiß ich nicht, zumindest hatte ich keine Probleme. 
Schnell noch ein Gel und ab auf die zweite Runde. Die ging mir gefühlt besser von der Wade, ich konnte wieder viele Plätze gut machen. Nach der Zeitenauswertung sah ich allerdings, daß meine zweite Runde nur eine Sekunde schneller war wie die erste ( 1. Runde 1:12:21, 2.Runde 1:12:20 ). Der Effekt der Überholmöglichkeit lag eher daran, daß die anderen eben langsamer wurden. Nach insgesamt 2:24:41 konnte ich als 23. von 125 möglichen die Ziellinie überqueren.
Mit diesem Ergebnis bin abermals sehr zufrieden. Leider gab es nur zwei Altersklassen, Herren bis 35 und Masters ab 35. In dieser Altersklasse konnte ich den 12 Platz erringen. Gegenüber dem Vorjahr konnte ich mich um 23 Plätze verbessern. In diesem Jahr benötigte ich für die 5 km längere Strecke gegenüber dem Vorjahr 14 Minuten länger, der diesjährige Gewinner benötigte 23 Minuten mehr. Mein Training hat sich also wieder einmal mehr sehr ausgezahlt. Das Material hat sich, bis auf einen schwindenten Druckpunkt der hinteren Bremse zum Schluß, gut bewährt. Nun freue ich mich auf Makersbach und das Erzgebirgsradrennen über den Fichtelberg. Dort muß es mir gelingen auch mal wieder auf das Treppchen zu steigen, denn dort gibt es auch mal wieder eine richtige Altersklassenwertung.

Sport Frei - Diddi


Montag, 2. Mai 2011

MTB Rennen "Löbichau-Halde Beerwalde-Wildenbörten" 01.05.2011


Das war doch mal wieder richtig Klasse.

Am Tag der Arbeit brachen wir Richtung Thüringen nach Löbichau im Altenburger Land  auf. Da der Start erst um 13.00 Uhr statt finden sollte, war es sehr entspannt zum Sonntag. Wir waren gegen 10.00 Uhr da und konnten so auch noch einen kleinen Ortsspaziergang machen. Früher war es alles Bergbaugebiet, die Wismut suchte dort nach Uran. Die Halde Beerwalde zeugt davon, diese ist inzwischen renaturisiert und wir sollten diese auf unserer Strecke auch noch kennen lernen. Die ganzen Anmeldeformalitäten gingen sehr entspannt, da viele Leute auch bei Zeiten da waren. Es gab die Startnummer für`s Rad und eine mit Transponder für das Trikot. Gegen 12.00 Uhr begann ich mit meinen Starvorbereitungen und konnte mich dann auch gut warm fahren. An einem als Denkmal dienenden Förderturm war die Startaufstellung. Die örtliche Schalmeienkapelle heizte uns kräftig ein. Fünf Minuten vor dem Start, wir standen alle schon, gab es plötzlich die Anweisung, die 98 km Starter sollen sich vorn hin stellen. Das sorgte natürlich für Unruhe und ob das so gut gewählt ist, sei auch dahin gestellt, denn einer der 98 km fährt, hat bestimmt eine andere Renneinteilung wie einer der nur 24 km fährt. Ich konnte mich im vorderen Drittel platzieren und so meine 49 km in Angriff nehmen. Pünktlich 13.00 Uhr gings los in zunächst "neutralisierter" Formation. Das übliche Gerangel führte natürlich auch wieder zum üblichen Sturz. Diesmal hatte es ein Mädchen erwischt. Nicht so schön, aber interessant, wenn sonst einer stürzt da helfen mal 2 Leute, hier waren es gleich fünf die anhielten. In so einer großen geschlossenen Horde ( Gesamtstarterzahl 237 ) gab es natürlich ordentlich Staubentwicklung, zumal das Wetter super zum Event passte.

Es ging ordentlich flott zur Sache, die Strecke war gut ausgeschildert, an neuralgischen Punkten standen Streckenposten, die Polizei sicherte die Straßenüberfahrten. Der Großteil führte über grobe Feld- und Waldwege, über Wirtschaftswege und ein paar Singletrailpassagen waren auch dabei. An zwei Stellen zog ich es vor, auf Grund der Steigungen, zu Fuß zu gehen. Unter großem Kraftaufwand sicher auch fahrbar, aber wenn man läuft ist man nicht langsamer wie einer der sich da hoch quält und so glaube ich, auch mehr Kraft verballert. Nach der ersten Runde zum Flaschenwechsel, der übrigens wieder super klappte, sagte Birgit, was Du bist schon da ? Das war natürlich Motivation, sollte ich doch relativ weit vorn sein.


Der zweite Teil des Rennens lief für mich wie üblich wieder besser und ich konnte meine Reserven aus spielen. Ich konnte jede Menge Plätze gut machen. Eine Schrecksekunde hatte ich so ca. 3 km vor dem Ziel, an der Auffahrt zur Halde Beerwalde, ich hatte gerade eine Gruppe von 5 Leuten überholt und einen Abstand von 50 Meter raus fahren können, ging es von der geraden Strecke in einer Spitzkehre auf die Halde. Durch groben Schotter ließ die Haftung an meinem Hinterrad urplötzlich nach und ich lag auf der Nase. Knie und Hintern blutig, Kette runter, aber am Rad nur leichte Kratzer und die Klamotten sind auch heile geblieben. Alle gerade kassierten Teilnehmer waren so natürlich wieder vorbei. Zwei konnte ich auf der folgenden Steigung auch gleich wieder überholen. Kurz vor dem Ziel ging es noch mal über einen Singletrail, davor gelang es mir auch noch einen dritten zu überholen und ich konnte als erster in den Singletrail einbiegen. Ich war mir sicher das er bis zum Ziel nun hinter mir bleiben würde, aber siehe da, auch auf einem Singletrail kann man überholen, verdammt. Auf der dann nur knapp 100 Meter langen Zielgeraden konnte ich ihn fast noch erwischen, aber eben nur fast. 30 Meter mehr und er wäre fällig gewesen.


Ändert aber nichts am Gesamteindruck, eine gelungene Veranstaltung, mit einem für mich sehr schönen Ergebnis. Platz 24 von 121 möglichen, bedeutet angekommen im ersten Fünftel des Starterfeldes. Das ist mehr als ich erwartet hatte, schade das es keine AK Wertung  gab, da hätte ich gewonnen.



Sport Frei - Diddi


Dienstag, 29. März 2011

Leistungsdiagnostik-Gesundheitscheck bei Epidaurus

Am Montag dem 28.03.2011 fand ich mich zum geplanten Termin bei EPIDAURUS in Dresden ein. In sehr angenehmer Atmosphäre wurde ich begrüßt und es konnte auch gleich los gehen. Dr. Carsten W.T. Nolte führte mit mir ein kurzes Gespräch, so konnten wir uns schnell und gut kennen lernen. Mein Langzeit EKG, welches ich in der letzten Woche schon absolvierte, zeigte außer den bekannten Extrasystolen, keine abnormalen Sachen. Die darauf folgende Untersuchung diente festzustellen wie es um meine Halsschlagadern bestellt ist. Schon interessant wie man so was heute darstellen kann. Alles gut, keine Ablagerungen und die Ableitung daraus, daß dann meine Herzkranzgefäße auch so aussehen werden. Zu meiner Verwunderung fragte Dr. Nolte mich, ob ich mal geraucht habe. Obwohl das nun inzwischen schon über 25 Jahre her ist, war immer noch was davon zu sehen. Wie so was wohl bei aktiven langjährigen Rauchern aus sehen muß ? Bei der nächsten Untersuchung wurde ein Herzecho mittels Ultraschall durchgeführt, daß war noch viel interessanter als die Adern. Da war Leben in der Bude. Sehr gut wurde durch den Doc erklärt was da statt findet. Beide Untersuchungen wurde direkt im Anschluß mit Hilfe von Computerdarstellungen mit mir ausgewertet und sehr gut kommentiert, so daß ich jetzt wieder bischen mehr über mich weiß. Nach einer durch Dr. Nolte angeregten Rücksprache mit meinem Coach, Harald Harnisch, ging es dann zu der Leistungsdiagnostik mit Laktatbestimmung. Ich war aufgeregt wie vor einem Rennen, hatte ich doch schon viel gelesen und gehört wie das so ab läuft. Anfangs ging es noch ganz gemütlich zur Sache, in fünf Minuten Intervallen wurde die Leistung um jeweils 30W erhöht, zwischendurch Blut entnommen und Blutdruck gemessen. Ein normal Sterblicher sollte in meinem Alter 185W schaffen, ich konnte die 330W Marke bis zum Ende abspulen. Vielleicht hätte ich noch eine Stufe höher schaffen können, aber ich war so schon ganz schön knülle und gab nach reichlich Flüssigkeitsverlust auf. Nach der Dusche führte ich noch ein Auswertungsgespräch mit Dr. Nolte, er erklärte mir am Computer was so im Körper abläuft. Die kompletten Unterlagen bekomme ich noch per Post nach Hause. Meine Extrasystolen waren auch unter Belastung zu erkennen, aber diese sind nicht gefährlich und ich muß mich auch in meinen körperlichen Aktivitäten nicht einschränken. Mir wurde ein sehr guter und fitter körperlicher Zustand attestiert, auch wurde die Arbeit meines Coaches sehr gewürdigt. Als Empfehlung gab mir Dr. Nolte noch mit auf den Weg, durch die Einnahme von Magnesium und Kalium meine Herzstolperer zu bekämpfen. Insgesamt bin ich mit den Ergebnissen mehr als zufrieden und ich bereue meine Entscheidung auf keinen Fall, dort in einer Privatpraxis gewesen zu sein. Epidaurus kann ich uneingeschränkt empfehlen, sind dort nicht nur Hobbysportler wie ich, sondern auch etliche Profis zur Untersuchung am Start. Mental und körperlich gestärkt kann es nun zu neuen Taten vorwärts gehen.

Sport Frei - Diddi


Hompage Epidaurus

Samstag, 19. März 2011

Possenlauf - Sondershausen 19.03.2011

Ein Saisoneinstieg mit Handicap, unterwegs mit einer 4-Gang-Schaltung auf einer mir sehr liegenden Strecke. Das Wetter hatte sich zum Renntag von seiner, zu dieser Jahreszeit, besten möglichen Seite gezeigt. Es war ziemlich frisch und sonnig, die Strecke hatte teilweise den Dauerregen der letzten Tage noch nicht ganz weg gesteckt, aber wir sind schon schlimmere Sachen gefahren. Die Organisation war sehr gut, trotz der vielen Anmeldungen, es war dieses Jahr Teilnehmerrekord, die Veranstaltung ist ja nicht nur Mountainbikerennen sondern auch noch Laufveranstaltung. Sogar der MDR war da und berichtete in seiner Abendsendung "Thüringen Journal" über dieses Event. Also Punkt 10.00 Uhr erfolgte der Startschuß und in wilder Hatz ging es zur Sache. Ich konnte mich sehr gut platzieren und war immer im vorderen Pulk unterwegs, Anfangs war der Streckenverlauf so das man "Kette rechts" fahren konnte. Als die ersten Höhenmeter lockten mußte ich logischerweise auch bischen das Schaltwerk bemühen, doch was war das, auf allen mittleren Ritzeln machte die Kette was sie wollte, hoch-runter-hoch-runter... Mir blieben nur die zwei kleinsten und die zwei größten wo die Kette normal lief. Alle Versuche durch Nachjustierung während der Fahrt brachten keinen Erfolg. Meine Erklärung dafür ist evtl. eine neue Kette und ein schon angefahrener Ritzelblock. Zum vorausgegangenen Systemcheck hatte noch alles reibungslos funktioniert, da hatte ich allerdings noch einen anderen Laufradsatz. Auf Grund der vergangenen Wetterlage entschied ich mich gegen die Racing Ralphs und gab den Rocket Rons den Vorzug. Da ich mit Schlauchlossystem unterwegs bin, benutze ich halt mehrere Laufradsätze und wechsle nicht nur die Reifen. Also durch die fehlenden Gänge und den Versuch des Nachstellens während der Fahrt verlor ich den Anschluß und fiel zurück. Teil zwei meines Unglücks bemerkte ich an der wirklich ersten Steigung, als ich die Kette auf das kleine Kettenblatt schalten wollte machte es zwar Klack, aber die Kette dachte nicht daran das zu tun was das Schaltgeräusch vermuten ließ und so mußte ich alle noch folgenden Steigungen auf der Mitte fahren. Ich habe bisher noch nie in einem Rennen so ein Brennen in den Oberschenkeln gespürt, wie ich es oft bei anderen gelesen hatte. Ein Singlespeedfahrer wird sicher bei diesen Zeilen lächeln, nun ja, ich bin es halt anders gewöhnt. Und wenn einmal was schief geht dann wenigstens auch richtig, denn ab nun war der Umwerfer auch nicht mehr bereit die Kette auf das große Kettenblatt zu befördern. Das hat mir mehr gefehlt wie das kleine Kettenblatt. Hatte ich doch am Ende eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 19.50 km/h. Daran sieht man, daß es doch Streckenabschnitte gab an denen es sehr flott vorwärts ging, auch fehlte das an den Abfahrten. Keine Chance dran zu bleiben, auf gerader Strecke keine Geschwindigkeit und auf Abfahrten konnte ich es nur rollen lassen. Was ich bei dieser Gelegenheit gut trainieren konnte, war eine hohe Trittfrequenz, aber gebracht hat`s nichts. Am Ende bin ich zwar meine zwei Runden gefahren, aber Platz 41 von 73 möglichen ist nicht das was ich erreichen wollte, obwohl in einem elitären Feld und man sich den Altersdurchschnitt derer ansieht die vor mir waren, sieht es doch gar nicht so schlecht aus. Nach der Anmeldung war ich in der AK 5, nach dem Rennen plötzlich in der AK 4. Wenn die AK so geblieben wäre wie nach der Anmeldung, hätte ich diese gewonnen. Was super funktionierte war der Flaschenwechsel mit Birgit. Einen kleinen Wehmutstropfen gibt es noch zu berichten, leider gab es auch wieder einen bösen Sturz eines Sportlers, ihm wünsche ich gute Besserung, genau wie meinem fahrbaren Untersatz, so daß es bald zu neuen Taten vorwärts gehen kann.

Zieleinlauf
Sport Frei - Diddi