DiBiSo

DiBiSo-Team = Diddi (Fahrer/Läufer) und Birgit (Betreuerin) Sonntag
Powerd by BikePoint Dresden + Stevens-Bikes + Renault-Friedewald Dresden

An dieser Stelle möchte ich darüber schreiben was meinen Sport für mich aus macht. Ihr findet aktuelle Rennberichte und noch so einiges was es zum Thema zu berichten gibt. Seit 2005 betreibe ich Radsport mit dem Mountainbike und nehme an diversen Rennen teil. Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg sind meine Reviere. Dafür trainiere ich neben meinem Job intensiv, seit 2010 mit meinem Personalcoach Harald Harnisch. Das hat mich ein gutes Stück voran gebracht. Im Rennen und im Training verwende ich Bikes von Stevens aus Hamburg. Die Jungs vom BikePoint Dresden machen einen super Support und helfen mir bei der Lösung von Problemen der technischen Seite des Sports. Natürlich funktioniert alles, Familie, Arbeit, Training und Wettkampf nur mit einer verständnisvollen Partnerin - Birgit - Teil zwei unseres kleinen Teams. Sie ist meine unverzichtbare rechte Hand, sie hält mir den Rücken frei und ist eine zuverlässige Hilfe bei den Rennen. Gute Gesamtplatzierungen und den einen oder anderen Podestplatz in der Altersklasse sind meine Ziele. Es macht Spaß, auch im sechsten Lebensjahrzehnt. Sport Frei !

Montag, 24. September 2012

7. Neuseen MTB Cup 23.09.2012

Auf in das Vergnügen

Der Belantis Vergnügungspark, nahe Leipzig, war das Ziel unseres sonntäglichen Ausfluges. Allerdings wollten wir uns nicht auf Achterbahn und Co den nötigen Adrenalinkick holen, sondern bei einer wilden Rundenhatz am Rande des ehemaligen Tagebaues Zwenkau. Der 7. Sparkassen Neuseen Mountainbike Cup stand an. In den Vorjahren hatte ich immer gute Ergebnisse, im letzten Jahr konnte ich sogar meine Altersklasse gewinnen. Also ein gutes Pflaster. Wie in den Jahren zuvor hatte ich mich für die mittlere Distanz von 54 km angemeldet. Unser Start war für 12.00 Uhr angesetzt und durch die örtliche Nähe zu Leipzig war der Sonntag Morgen recht entspannt. Schon auf der Anreise sollte sich das Wetter für diesen Tag von seiner idealen Seite zeigen. Der Wasserdampf der Kühltürme eines nahen Kraftwerkes stieg fast senkrecht gen Himmel, also kein Wind zu erwarten, auf einer dafür recht anfälligen Strecke.


Die Relikte einer ehemaligen Tagebauzeit stehen werbewirksam direkt an der Autobahn.


Um die Mittagszeit waren so ca. 15°C Außentemperatur zu erwarten. Kein Wind, ideale Ausdauersporttemperaturen und kein Regen auf dem Radar. In der vorangegangenen Woche gab es auch keine ergiebigen Niederschläge. Da werden Erinnerungen wach, als wir hier vor zwei Jahren durch zum Teil nabentiefes Wasser gefahren sind.
Belantis begrüßte uns schon mit ordentlichem Gewuhsel, ab 10.00 Uhr liefen die Kinderrennen.



Es blieb ausreichend Zeit für Anmeldung, Material- und Körpervorbereitung. Sonora bekam im Vorfeld der Veranstaltung auch noch zwei Tuningmaßnahmen spendiert, welche mir das Rennen natürlich noch besonders schnell machen sollte. Zum einen wird jetzt komplett mit Carbon gelenkt und zum zweiten befindet sich der Fahrradcomputer jetzt an einer aerodynamisch günstigeren Position. Damit wurde der cw Wert deutlich gesenkt ;-))



Vor unserem Rennstart um 12.00 Uhr gingen die Starter der 90 km  um 11.45 Uhr auf Tour. Ich sah mir den Start an der Stelle an, wo es aus dem Bikodrom auf die Strecke ging. Mit dabei das Dream Team Nadine und Norman.


Nun galt es selbst Aufstellung zu nehmen, aber was war das, ich traute meinen Augen nicht. da standen schon geschätzte 70 Leute dicht gedrängt am Start. Mein Plan, so in etwa aus der zweiten Reihe versuchen den Anschluss an die Spitze nach dem Start zu halten, war dahin. Und ich pappensatt, zu dämlich. 



Gerade hier ist eine gute Position wichtig, geht es doch gleich über extrem hoppliges Geläuf durch ein schmales Tor. Nun ja, war nicht mehr zu ändern. Also versuchen das Beste draus zu machen. Der Startschuss ertönte und die zähe Masse setzte sich in Bewegung. Genau wie geahnt, mühsam quälte sich das Feld voran und durch das Tor. In der Ferne sah ich die Spitzengruppe schön fahren. In diesem Moment war mir wie ihm zu Mute.


Es ging nach der engen Stelle auf breite Wege und dann kilometerlang am entstehenden Zwenkauer See entlang. Also jetzt, Feuer Marianne ! Die Charakteristik des ersten Teilstückes der Strecke sollte ein knackiges Windschattenfahren ermöglichen, dumm nur das ich dabei den meisten Windschatten selbst spendete. Wir waren zu fünft, keiner wollte die Führung übernehmen und ich wollte kein Tempo drosseln. Also immer Kette rechts und alles was geht. Wir haben jede Menge Plätze gut gemacht, ohne das noch jemand auf unseren Zug sprang. Das war gut für die Moral und Motivation. Hätte man aber auch entspannter haben können. Als wir in den ersten Singletrail kamen, nahm ich das Tempo logischerweise raus. Zwei klopften mir auf die Schulter, "super zugefahren", wie wahr und wieder Motivation. Einer der Schulterklopfer fuhr uns dann nach vorne Weg. Wir kämpften nun zu viert. So ging es auch durch den ersten Rundendurchlauf und an der persönlichen Verpflegung mit Flaschentausch vorbei.



In der Zweiten Runde zerfiel die Gruppe, ich war nun ohne Begleiter und somit Einzelkämpfer, von den anderen war hinter mir nichts mehr zu sehen und vor mir war auch keiner zu erspähen. So versuchte ich mein Tempo hoch zu halten, was mir auch gelang. Meine 29zöllige Sonora stand mir dabei absolut hilfreich zur Seite, diese Strecke war für sie gemacht, klasse Speed auf den breiten Wegen und die recht ruppigen Trails bügelten die "Riesenräder" gut weg. An der zweiten Rundendurchlaufverpflegungsstelle hatte ich diesmal nicht den heißen Atem der Kollegen im Genick.


Als ich wieder auf breitem Weg zum Zwenkauer See fuhr, sah ich in der Ferne eine Vierergruppe. Das war doch nun mal ein Ziel, die musst du kriegen. Ich gab Sonora die Sporen und mir ein Doppelgel. So gestärkt sollte das klappen, dumm nur, dass die vor mir zu viert waren und damit auch nicht gerade langsam. Vor allem nicht so kraftraubend unterwegs wie ich, aber ich hatte ja das Doppelgel. Ich habe es doch geschafft diese Truppe einzuholen. Mit dabei der Schulterklopfer aus Runde eins, der uns weg fuhr. Nun konnte ich am Ende etwas raus nehmen und verschnaufen. Aber nach kurzer Pulsberuhigung ging mir das doch wieder zu langsam, meine Beine waren sehr gut und so übernahm ich die Führung und mein Tempo. Der erste der reißen lassen musste war der Schulterklopfer. In den folgenden Singletrail ging ich als erster, dieser ging recht zügig zu fahren und war nicht so ruppig. Die Spurrillen übernahm wieder Sonora. Hinter mir immer noch das geklapper und geklimper der Bikes mit ihren schlagenden Ketten. Ich hatte aber das Gefühl, die Geräusche werden leiser. Zum umschauen war aber noch keine Möglichkeit. 


Es ging dann kurz auf einen breiten Weg und da konnte ich nach hinten sehen. Die Lücke war da, aber sie waren noch zu sehen. Ich konnte das Tempo halten. Der nächste ungebügelte Abschnitt kam und ich konnte das geklimper der Räder immer noch hören, aber, und das gab wiederum Motivation, es war nun keiner mehr zu sehen.

ICH und meine VERFOLGER

Nun galt es weiter Gas zu geben, was mir noch nicht so schwer fiel. Bevor man zum Ziel kommt, geht es noch einmal über breite Wege. Ich war alleine und sie waren zu dritt. Theoretisch keine guten Vorzeichen. Ich konnte noch ein paar Fahrer der 90 km Strecke überholen. Und erreichte Belantis mit ausreichend Vorsprung. So konnte ich durch das Ziel fahren. Ich hatte ein gutes Gefühl.


Dank elektronischer Zeitmessung bekam jeder sofort seinen Bong mit den Zeitdaten und Bingo Platz 1 in der Altersklasse und Gesamtplatz 17 im Gesamtklassement. Fünf Minuten schneller als im Vorjahr und nur 7:45 Minuten langsamer als der Sieger. Kein geringerer als der Straßenprofi Robert Förster.
Mit diesem Wissen war die Erholungsphase recht kurz. Es gab einige Kollegen die mir gratulierten und auch einige, die sich für meine Führungsarbeiten bedankten.


Die kurz nach Zieleinlauf folgende Siegerehrung ging recht zügig, schade nur, dass der Veranstalter keine Pokale zu bieten hatte. Das Startgeld war ja auch nicht gerade sehr mickrig, selbst der Gesamtgewinner hatte nichts außer einer Flasche Sekt. Die Sachpreise hauen einen auch nicht vom Hocker. Das ist aber meine einzige Kritik, sonst gab es nicht zu mäkeln, gut organisiert. Prima !
Was zählt ist ein weiterer persönlicher sportlicher Höhepunkt und die Luft ganz oben ist eine besondere !


Nach diesem Rennen mit meiner Durchschnittsgeschwindigkeit von 29,76 km/h, geht es als nächstes wieder etwas bergiger zu. Der Adelsberg-Bike-Marathon wartet am 03.10. in Chemnitz.

Sport Frei - Diddi

Mittwoch, 12. September 2012

12. Greifenstein Bike Marathon 09.09.2012

Ein Traum...

...bei so einem Wetter ein Mountainbikerennen zu fahren. Wir haben es uns verdient !

Fotos anklicken zum vergrößern
Aber der Reihe nach, die Zeit seit Torgau und meinem dortigen undankbaren vierten Platz, habe ich doch recht entspannt verbracht. Eine Woche Trainingslager, auch Urlaub genannt, war eher der Ertüchtigung der Oberarmmuskulatur vorbehalten. Mit Freunden waren wir im Spreewald zum paddeln.


Das eigene Rad blieb zu Hause im Stall. Ich sollte es doch tatsächlich vier Tage ohne Rad aushalten. So war es angedacht. Doch gleich nach unserer Ankunft kam einer auf die Idee, wir könnten doch mal Rad fahren. Gesagt getan, Räder ausgeliehen und ab auf die Spreewaldtrails. Der Sattel des Rades war halb so breit wie der Lenker Selbigens. Es gab vorn und hinten griffige Felgenbremsen und zusätzlich noch einen Rücktritt, eine sieben Gang Nabenschaltung, Schutzbleche und einen aerodynamischen Gepäckträger. So kann man Radfahren eben auch definieren. Ging schon und ich erlernte das Radfahren auch recht schnell.
Wieder im heimatlichen Possendorf hatte ich noch einmal die Möglichkeit die Muskeln auf den bevorstehenden Sonntag einzustimmen und mich wieder an mein Sportgerät zu gewöhnen. Der Wetterbericht für den Sonntag klang sehr perfekt und so kann man das frühe sonntagmorgenliche Aufstehen auch gut verschmerzen. Unser Start über die 60 km war für 10.30 Uhr angesetzt. Um 9.00 Uhr starteten die Kollegen der 90 km Runde. Zur Auswahl stand auch noch  30 km. Auf dem Parkplatz wieder viele bekannte Gesichter und ein Schwätzchen hier und da, ließ eine gute Rennatmosphäre aufkommen. Nach einem kurzen warm fahren trafen wir uns in der Startaufstellung wieder. Frank, Klaus-Dieter und meine Wenigkeit, drei alte Säcke der Mountainbikeszene, standen gut positioniert.


Meine Aufmerksamkeit war auch auf den vor uns stehenden Stephan Hummitzsch gerichtet. Ein Fahrer des Expert-Teams von Craft-Rocky Mountain. Auch in unserer Altersklasse startend, liefert er, obwohl noch einmal sechs Jahre älter als ich, immer brilliante Ergebnisse ab. Unser Start erfolgte auf der breiteren Straße, so dass am Anfang genug Platz, für ein doch recht ordentliches Startfeld, war.


Auf den 60 Kilometern, mit 1200 hm, galt es zwei Runden zu fahren, welche sich aus der Vogelperspektive wie eine 8 darstellt. So kam man auf jeder Runde zwei mal am Dreh-und Angelpunkt, dem Freizeitbad, vorbei. Dort warteten auch unsere Bottelfeen Silli und Birgit.


Der erste Teil der Strecke ist der etwas technischere Abschnitt, es gibt einige sehr schöne Singletrailabfahrten, einen kurzen, aber giftigen Anstieg und viele Wurzeln. Nach dem Start gelang es mir kurzzeitig Sichtkontakt zu Stephan zu halten. Auf der ersten Singletrailabfahrt wurde der Abstand, auch bedingt durch noch einige Fahrer vor mir, jedoch schnell größer. Gleich auf der ersten Abfahrt ging meine Trinkflasche ihren eigenen Weg. Moralisch quittierte ich das mit einem kurzen Schweißausbruch, dachte aber auch daran, nun 500 Gramm weniger Ballast bewegen zu müssen. Welch ein Trost bei sommerlichen Temperaturen. Es gab natürlich wieder Verpflegungsstationen und an diesen machte ich auch kurz langsamer um mir jeweils einen Becher zu sichern. Ich gab mir auch Mühe das der gesamte Inhalt im Mund und nicht im Gesicht landet.


Bei der ersten Rundendurchfahrt war auch der Flaschentausch geplant. Durch die Geometrie der Strecke kam ich aber schon eher an den persönlichen Tränke vorbei, dass war nach der ersten Hälfte der "Acht" und der Tauschzeitpunkt war später geplant.


Die Flasche war noch im Rucksack und so konnte ich nur mein Entsetzen über den Flaschenverlust rüber bringen.


Der zweite Teil der Strecke war nun der schnellere, aber auch auf diesem gab es wieder jede Menge Wurzeln. Ich glaube ich bin bisher noch nie in einem Rennen über so viele Wurzeln gebrettert. Die Strecke des Greifenstein-Bike-Marathons kannte ich bisher noch nicht, muss aber sagen, dass sie mir sehr gut gefallen hat. Und mit meiner 29-zölligen Sonora konnte ich klasse, auch gerade diese Wurzelpassagen, bewältigen.
Nun war die erste Runde geschafft und die ersehnte Bottelstation war erreicht. Durch die Wettervorhersage mit hochsommerlichen Temperaturen, hatte ich wohlweislich, die größte in meinem Besitz befindliche Flasche, vorbereitet. Goldrichtig !



Die zweite Runde ging mir gefühlt wieder lockerer von der Wade. Das Feld hatte sich entzerrt und ich konnte wieder Plätze gut machen. Ich fuhr mal allein, mal ein Stück mit einem Kollegen. Stephan konnte ich allerdings nirgends entdecken. Nach meiner Meinung waren auch mir alle bekannten Gesichter meiner Altersklasse hinter mir. So konnte ich froher Erwartung durch das Ziel fahren.



2 Stunden 41 Minuten habe ich für die 60 km benötigt, damit war ich in der Altersklasse auf Platz 2 gelandet. Stephan Hummitzsch war 6 Minuten schneller als ich. Dem Drittplatzierten fehlten 9 Minuten auf meine Position. Gesamtplatz 31 von 116 möglichen, bedeutet Zielerfüllung - erstes Drittel im Gesamtklassement.
Im Zielraum traf ich dann auch meine zwei Mitstreiter wieder und wir konnten eine kurze Auswertung machen.




Im Festzelt war eine gute Stimmung und es war auch recht gut gefüllt. Wie die Organisatoren mitteilten gab es aber auch 3 schwer verletzte Biker. Einer musste sogar mit dem Heli ins Krankenhaus geflogen werden. Diesen mir unbekannten Sportlern alles Gute !
Der Siegerehrungsmarathon begann und ich freute mich über meinen Aufruf, damit war der undankbare 4. Platz vom Rennen in Torgau vergessen. Was ich noch schöner gefunden hätte, wenn es außer einer Urkunde für die AK Wertung auch noch einen Pokal gegeben hätte. Bei diesem Startgeld sollte das doch möglich sein ?


Der Greifensten-Bike-Marathon war sehr gut organisiert, schöne Strecke, viele Streckenposten, aufmerksame Leute an den Verpflegungsstationen und das ganze Drumherum passte sehr gut. Prima gemacht ! Komisch das ich dort noch nie vorher gefahren bin.
Am 23.September wartet nun der Neuseen-MTB-Cup in Leipzig. Schnelle Strecke, so gut wie keine Höhenmeter. Immer Druck auf dem Pedal - auf gehts !

Sport Frei - Diddi

Veranstalterhompage



Montag, 27. August 2012

14. Torgauer MTB Rennen am 26.08.2012

Taktisches (Ver-) Spiel

Zeitgleich an einem Tag fand am 26.08. der Vogtland-Bike-Marathon, die Vier-Hübel-Tour und das Torgauer Mountainbike-Rennen statt. Für mich war es am bedauerlichsten, nicht die Vier-Hübel-Tour zu fahren. Eine Veranstaltung mit Kultcharakter. Da gibt es keine Altersklassenwertung o.ä., aber man hat schon immer seine persönlichen Ziele. Was sprach also für Torgau. Zum einen die Strecke, die sauschnell und z.T. recht ruppig ist und mir in diesem Jahr noch mehr liegen sollte, durch den Einsatz von Sonora mit ihren Riesenrädern. Zum anderen habe ich in der Vergangenheit immer einen Podestplatz geschafft und noch dazu im letzten Jahr den ersten Platz in meiner AK. Also gab es etwas zu verteidigen. Einer der schönen Pokale sollte  also auch in diesem Jahr mein Eigentum werden und so war das Ziel klar umrissen.


In Torgau angekommen füllte sich der Parkplatz nur langsam und mäßig. Obwohl das Wetter prächtig war. Da haben wir schon andere Zeiten dort erlebt. Schade auch für die Organisatoren, ist doch immer viel ehrenamtliche Arbeit zu leisten. Danken möchte ich ihnen aber trotzdem für eine gute Arbeit, der selbstgebackene Kuchen ist immer sehr lecker und verleiht der Veranstaltung ein familiäres Flair. Den Torgauern möchte ich vielleicht mitteilen, achtet im nächsten Jahr bei der Festlegung des Termins auf mögliche regionale Veranstaltungen und präsentiert euch auf Facebook. Das schafft ganz viele Kontakte und wenn man es geschickt anstellt, hält man über einen langen Zeitraum den Spannungsbogen zu den Teilnehmern. Bei nur zwei Altersklassen sollte die Trennung bei 45 und nicht bei 40 Jahren liegen, dann kommen auch noch ein paar ältere Biker mit dazu.


Zu unserer Freude waren auch Frank und Silli da, so hatte ich einen Kämpfer meines Alters an meiner Seite und die Betreuerin auch während der verbottlungsfreien Zeit ihre Unterhaltung.
11.00 Uhr starteten 11 Teilnehmer auf die 84 km Distanz. 11.15 Uhr war unser Start. Auf der Bahn standen ca. 30 Kämpfer. Es erfolgte zunächst eine neutrale Runde hinter Albertos Dreirad.



Am Stadionausgang begann das Rennen zunächst noch recht gesittet über die angrenzende Straße in den Wald hinein. Für mich war das gefahrene Tempo recht moderat und so fand ich mich plötzlich kurzzeitig in Gesamtposition zwei. Ich hatte solchen Druck auf der Pedale und hätte noch den Führenden angreifen können. Doch vor dieser Position war mein Respekt zu groß und ich reihte mich ins Feld ein. Durch den recht starken Wind an diesem Tag und das Profil der Strecke, war von vornherein klar, hier gibt es schöne Windschattenspielchen.

In diesem recht frühen Zeitpunkt des Rennens setzte sich eine Gruppe ab. Ich hatte eigentlich meine direkten AK Mitstreiter im Auge und dachte hier ist keiner von ihnen dabei. So gab ich mir auch keine sonderliche Mühe der Truppe zu folgen. Ein großer Fehler wie sich nach der ersten Stadionankunft herausstellte. Ich hatte auf 60 km 3 Runden zu fahren. Ich konnte erkennen das alle meine Spezies in dieser Gruppe waren und sie eine Stadionrunde Vorsprung hatten. Sie waren jetzt ca. 5 Leute und ich war jetzt mit zwei Fahrern unterwegs. Also Zeit und Strecke standen noch genug zur Verfügung, dachte ich.
Der Flaschentausch ging wieder perfekt über die Bühne und dank Sillis Hilfe ist hier auch mal die Betreuerin bei der "Arbeit" zu sehen.



Auf der Strecke war die Gruppe vor uns nicht mehr zu sehen, also galt es jetzt alles zu geben, damit sich das vielleicht wieder ändert. Ich hatte ja auch noch zwei Mitstreiter an meiner Seite, dachte ich.
Ich leistete Führungsarbeit und jedes mal wenn ich meinte, nun ist mal ein anderer dran, passierte nichts, keiner von den jungen Burschen wollte führen. Das war sehr nervig. Immer klebten sie mir am Hinterrad. 
Bei der zweiten Stadiondurchfahrt war der Rückstand nicht kleiner geworden, der Flaschentausch brachte keine Extrabeschleunigung.


Ich hielt trotzdem das Tempo hoch, meine Hinterradlutscher begleiteten mich dabei wie Kletten. Keiner von Beiden machte anstalten mal was zu tun. Vielleicht werden die Vorderen langsamer, aber selbst auf den Abschnitten der Strecke, die eine gewisse Weitsicht boten, war keiner zu sehen. Nun dachte ich mir, jetzt werden die Beiden bestimmt mal eine Attacke starten. Aber weit gefehlt, so ca. 3 km vor dem Ziel bekam der Eine einen Krampf und war auf Stelle weg, kurze Zeit später war auch der Andere nicht mehr da. So fuhr ich alleine durch das Ziel.




Nun sah ich auch alle, von mir zu beobachteten Mitstreiter wieder. Mit Thomas wechselte ich ein paar Worte. Im letzten Jahr fragte er, wie ich den Turbo gezündet hatte, dieses Jahr stellte ich die Frage, wo sie abgekürtzt hätten. Er ist stark gefahren, ich gratulierte.


Ich belegte den Gesamtplatz 10, mit einem Rückstand von 7 Minuten auf den Gewinner des Rennens. Es ging doch alles recht knapp zu. Leider reichte meine Zeit diesmal nur für den undankbaren vierten Platz in der AK Wertung. Nach 63 km fehlten mir 29 Sekunden auf den dritten Platz der AK. Ich habe halt gleich zu Beginn des Rennens verschlafen an der Truppe dran zu bleiben, dass war nicht mehr aufzuholen. Ein taktischer Fehler !

Auf ein Neues, am 09.09.2012 an den Greifensteinen.

Sport Frei- Diddi

Sonntag, 19. August 2012

Dresdner Nachtlauf - 17.08.2012

Fantastischer Abend

Der Nachtlauf in Dresden, welcher in diesem Jahr zum dritten Mal, im Rahmen des Stadtfestes durchgeführt wurde, war Station in meinem diesjährigen Wettkampfkalender. Der Erzgebirgs-Bike-Marathon war schon wieder zwei Wochen her und das nächste Mountainbikerennen wird am nächsten  Sonntag in Torgau sein. Also passte der Termin sehr gut. Praktisch als Heimspiel mit kurzer Anreise am Freitag Abend.
Die Startunterlagen holten wir schon am Donnerstag Abend in der Centrum Galerie, welche Hauptsponsor war, ab. Die dabei stattfindende Pastaparty ließen wir natürlich nicht aus.

Fotos zum Vergrößern anklicken
 


Auf kurzem Weg erreichten wir am Freitag Abend das Stadtzentrum und konnten uns sogar einen kostenfreien Insiderparkplatz sichern. Auf der Wilsdruffer Straße war schon gut was los. Die Moderatoren von Radio Dresden heizten den Sportlern und Zuschauern ein.



Wie bei den Mountainbikerennen ist es immer eine etwas knisternde Stimmung vorher. Das Team der Laufszene Sachsen hatte alles super organisiert und der Start/Zielbereich bot ein sehr professionelles Bild. Es gab schnelle Autos und schöne Frauen.



Langsam pellte ich mich aus meiner Hülle, um den alten Körper zu präsentieren.


Die Startaufstellung war in vier Blöcke aufgeteilt. Bei der Anmeldung musste man eine, von einem zu erreichende Zeit, angeben. Ich meldete mit 1:05 h und war damit im Block A eingestuft. Zeitiges kommen sichert wie immer gute Plätze.



Der Startblock füllte sich jetzt rasch und es war schon sehr imposant, wieviel Läufer auf einem Haufen zusammen stehen. Ein Duft in einer Mischung aus Parfümerie und Turnhalle. Vor unserem Startblock gab es noch einen, in dem sich die Eliteläufer trafen.


Pünktlich zum Sonnenuntergang um 20.23 Uhr fiel der Startschuß und ein kleines Feuerwerk schickte die Läufer in die Spur. Durch den recht guten Startplatz konnte ich auch bald richtig los laufen, das Feld musste sich in eine etwas schmalere Gasse einfädeln.


Am Ende der Wilsdruffer Straße hatte ich so viel Platz wie ich für mein Tempo benötigte. Ich konnte gleich zu Anfang jede Menge Plätze gut machen, ohne die Befürchtung haben zu müssen, zu überziehen. Es ging recht locker. Nach kurzer Strecke waren wir auch schon auf dem altstädter Elberadweg angekommen und es ging nun Richtung Blaues Wunder.



Auch auf dem doch jetzt recht schmalen Radweg, konnte ich viele Positionen gut machen. Man musste beim überholen jedoch das ein und andere Mal etwas drosseln, die Breite des Weges war mitunter von Läufern in Anspruch genommen. Entweder auf eine Lücke warten oder über´s Gras laufen. Kurz vor dem Blauen Wunder war die erste Verpflegungsstation. Die Außentemperaturen waren noch sehr ordentlich und jetzt einen Schluck trinken tat sehr gut. Aus dem gut gefüllten Becher gingen während des Laufens maximal 3 Schluck, der Rest landete im Gesicht. Nach dieser Aktion sprach mich ein Läuferkollege an, mit dem ich jetzt schon ein längers Stück gelaufen war, ob wir nicht gemeinsame Sache machen wollten. Das war eine gute Idee. Er lief mein Tempo und hatte fast den gleichen Schritttackt wie ich. Auf das Blaue Wunder gelangten wir über eine Treppe, der Aufstieg verlief ohne anstehen. Natürlich geht dadurch der Rhythmus etwas verloren, dieser fand sich aber bald wieder. Auf der anderen Elbseite ging es nun wieder Richtung Stadtzentrum. Das grobe Natursandsteinpflaster des Körnerweges zwang zur Aufmerksamkeit. Die jetzt herrschende Dunkelheit beeinflusste diesen Umstand natürlich nicht positiv. Es gab zwar aller paar Meter Notstromaggregate mit Scheinwerfern, wie sie Feuerwehr und THW benutzen, aber Obacht war trotzdem angesagt. Wir liefen unser Tempo entsprechend, auch hier gemeinsam. Im Kilometerabstand standen Schilder mit der gelaufenen Kilometeranzahl. Der Weg war dann mit Knicklichtern und Fackeln gesäumt. Eine feine Kulisse. Auch gab es an der gesamten Strecke immer wieder Stellen wo Sambakapellen und ähnliche Truppen uns einheizten. Zuschauer säumten die Strecke und gaben ihr letztes.


Mein Mitläufer meinte, wenn ich wöllte könne ich ruhig schneller laufen. Er merkte jetzt sicher das es langsam an die Kraft ging. Wollen wollte ich schon, aber auch ich merkte jetzt, dass die Kraft dazu nicht unbedingt da war. Ich konnte ihn trotzdem gut ziehen, ich lief mein Tempo und er folgte. Diese uns jetzt gebotene Kulisse, ließ für den Moment die Schmerzen vergessen. Das Bewusstsein hier und jetzt auf einer abgesperrten Straße durch die Dresdener Nacht zu laufen und dieses Panorama vor Augen, motivierte für die letzten Kilometer.


Am Terassenufer ging es nun wieder dem Ziel entgegen. Hier waren natürlich auch wieder mehr Leute die anfeuerten. So ein letzter Kilometer kann ganz schön lang sein. 600 Meter vor dem Ziel, also an dem 13km Schild, meinte mein Laufkollege, "lauf ruhig schneller", ich erwiderte, los jetzt, dass letzte Stück geht auch noch zusammen. Sicher wäre noch ein kleiner Enspurt drin gewesen, aber wir sind so viele Kilometer zusammen gegangen und das hat auch mir geholfen. Also gingen wir gemeinsam über die Ziellinie.


Nach dem Zieldurchlauf gratulierten und bedankten wir uns. Nun hatte ich nur einen Gedanken, den Durst zu stillen, denn auch an der zweiten Getränkestation unterwegs, landete mehr auf dem Körper als im Mund.


Ein alkoholfreies Krombacher Weizen, ein Radler (ohne Rad geht´s doch nicht ganz) und etliche Becher Wasser verhinderten mein Dehydrieren. Die Finishermedallie gab es unmittelbar nach Zieldurchlauf.


Mit meinem Ergebnis war ich mehr als zufrieden, hatte ich mir doch eine Zeit um 1:05 h vorgenommen, klar habe ich auf die Stunde geschielt. Eine Nettozeit von 0:58:59 h bedeutete Platz 13 von 115 möglichen in der Altersklasse und eine Gesamtplatzierung  197. von 2368. Für einen Radfahrer ganz brauchbar. Einen Pokal gab es aber diesmal dafür nicht ;-))


Schön war´s, ein bleibendes Erlebnis und wenn alles gut "läuft" dann bis zum nächsten Jahr. Demnächst steht das Mountainbikerennen in Torgau auf dem Plan. Übrigens dort gibt es auch immer schöne Pokale.

Sport Frei - Diddi

Veranstalterhompage
Finisher-Clip

Fotoquelle : Laufszene Sachsen